Kalvsund zwischen Fähranleger und Inselgeschichte

Kalvsund ist eine autofreie Insel mit Hafen- und Kulturgeschichte. Die Insel ist durch einen schmalen Sund von Björkö getrennt. Als Sund wird eine schmale Meeresverbindung zwischen Landflächen bezeichnet. Auf Kalvsund treffen maritime Vergangenheit, Badestellen und die Anreise mit der Personenfähre aufeinander. Früher war Kalvsund ein Zentrum des Heringshandels sowie eine Zoll- und Lotsenstation. Seine Hafenfunktion reicht mindestens bis ins Mittelalter zurück.

Anreise mit der Fähre und Orientierung vor Ort

Kalvsund ist mit einer Personenfähre erreichbar. Dafür können Sie am Fähranleger auf Björkö oder Öckerö parken und von dort die Fähre nehmen. Zusätzlich verbindet die Västtrafik-Fährlinie 296 Öckerö, Framnäs auf Björkö, Kalvsund und Grötö. Die autofreie Struktur prägt die Orientierung auf der Insel und macht die Fährverbindung zu einem wesentlichen Bestandteil der Anreiseplanung.

Außerdem finden Sie hier die Ziele Björkö, Hönö, Asperö, Källö-Knippla, Öckerö und Brännö.

Badestellen, Spazierstrecke und Bewegung

Auf Kalvsund gibt es mehrere Badestellen. An der Badestelle Körrgårns badplats stehen ein Schwimmsteg, ein Sprungturm und eine Trockentoilette zur Verfügung. Bindes ist eine kleinere Badestelle im Südwesten von Kalvsund. Wer die Insel zu Fuß erkunden möchte, findet außerdem eine 1,2 Kilometer lange Spazierstrecke.

Neben dem Vereinslokal Såsen an der Gamla vägen 19 befindet sich ein neu errichteter Outdoor-Fitnessparcours.

Historische Spuren auf Kalvsund

Die Geschichte des Ortes zeigt sich an mehreren einzelnen Schauplätzen. Auf dem höchsten Punkt von Kalvsund steht das Seemerkmal Valen. Als Seemerkmal ist Valen ein Orientierungspunkt auf dem Wasser. Unter Valen befindet sich eine aus dem Fels eingemeißelte Kompassrose aus dem Jahr 1684. Eine Kompassrose stellt die Himmelsrichtungen dar; diese feste archäologische Hinterlassenschaft ist geschützt. Ein weiteres historisches Datum ist das Jahr 1309: Bei Kalvsund kam es damals zu einem Zusammenstoß zwischen Herzog Erik Magnusson und dem norwegischen König Håkon V.

Auch die Bremerska villan gehört zu den markanten Kulturdenkmälern der Insel. Sie wurde 1912 für den Heringshändler Börjesson erbaut. Der Bau von 1912 liegt damit in einer späteren Zeit als die mindestens mittelalterliche Hafenfunktion. Am 2. August 2004 wurde die Villa zum Baudenkmal erklärt. Im Lauf ihrer Geschichte beherbergte die Villa unter anderem eine Bank und eine Pension. Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung über den Schmugglerkönig Bremer. Diese Ausstellung wird während der Sommersaison sowie zu bestimmten gebuchten Anlässen gezeigt.

So lässt sich Kalvsund je nach Schwerpunkt über das Wasser, die autofreie Inselstruktur oder die dokumentierten Spuren seiner Hafen- und Handelsgeschichte erschließen. Die Kombination aus Fähranreise, Badestellen, Spazierstrecke und historischen Orten bietet mehrere konkrete Ansatzpunkte, wenn Sie für Ihre Unterkunft einen Inselort mit maritimem Charakter und kulturellen Bezugspunkten suchen.

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