Gräsö – Schärengarten, Natur und Kultur
Zwischen Fähranreise und Schärengarten
Gräsö verbindet eine gut greifbare Fähranreise mit Naturerlebnissen, Badestellen und kulturhistorischen Eindrücken. Die Fähre von Öregrund nach Gräsö fährt mehrmals pro Stunde. An der Anlegestelle Äspskär nutzen viele Tagesbesucher Passagierboote, um in den Schärengarten hinauszufahren. Nach der Fährüberfahrt liegt das Gräsöbadet auf Gräsö etwa 1 km nördlich; ein Fuß- und Radweg ist vorhanden.
Am Gräsöbadet kann man von Felsen und einem Sandstrand aus baden. Auch Kattskär bietet einen klaren Bezug zum Meer: Dort kann man von den Felsen aus baden, grillen und den Blick aufs Meer genießen. Wer die Landschaft zunächst aus der Höhe betrachten möchte, findet am Högklyksberget an der Ostseite von Gräsön einen weiten Blick über den Schärengarten. Der Blick vom Högklyksberget und der Meerblick im Idöns naturreservat setzen unterschiedliche Akzente: Hier öffnet sich der Blick über den Schärengarten, dort prägen lichte Wälder und offene Weideflächen das Landschaftsbild.
Kirche, Kulturlandschaft und lokale Geschichte
Die heutige Gräsö kyrka wurde 1695–1697 erbaut. Die aus Holz gezimmerte Schärenkirche besitzt ein schönes Altarretabel aus dem 15. Jahrhundert und verbindet damit die örtliche Kirchenarchitektur mit einem deutlich älteren Kunstwerk. Das Baujahr der Kirche und das Alter des Retabels markieren dabei zwei verschiedene Zeitebenen: Das Gebäude stammt aus dem späten 17. Jahrhundert, das Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert. Einen anderen Zugang zur Geschichte der Insel bietet der Västerbystigen. Der Weg ist etwa 1,5 km lang; entlang des Weges gibt es Informationen über die Landschaft früher und heute.
In den Flächen von Västerbyn auf Gräsö sind alte Flurmerkmale erhalten, darunter Ackerinseln sowie kleine, von Gräben durchzogene Ackerflächen. Sie zeigen, wie die Landwirtschaft der Schärenbevölkerung die Landschaft über Jahrhunderte geprägt hat. Der Västerbystigen verbindet diese Flurmerkmale mit Informationen zur Landschaft früher und heute. Ergänzend gibt es auf dem Hof Anders Mats gården in Söderboda im Sommer eine Kunstausstellung. Naturens Tempel ist vom biblischen Paradies inspiriert.
Wege durch Weiden, Wald und Naturreservat
Im Süden von Gräsön liegt das Naturschutzgebiet Idöns naturreservat. Dort gehören weiter Meerblick, lichte Wälder, offene Weideflächen und ausgeschilderte Wege zum beschriebenen Landschaftsbild. Bei Gräsö gård führen zwei Rundwege über 1,7 beziehungsweise 3,5 km durch ein großes eingezäuntes Gebiet mit blütenreichen Weiden und hügeligem Waldgelände.
Auch die Jahreszeit setzt einen konkreten Akzent: Im Mai und Juni ist die Orchidee Adam und Eva unter anderem auf der Weide am Kostigen und am Anfang des Kattskärsstigen zu sehen. Das Informationszentrum bei Gräsö gård gibt Tipps zu weiteren Ausflugszielen auf Gräsö. So lassen sich Badestellen, kurze Wege, Naturflächen und kulturgeschichtliche Orte anhand ihrer jeweils unterschiedlichen Schwerpunkte auswählen, ohne die einzelnen Landschaften gleichzusetzen.
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