Uppsala zwischen Upplandsleden und Kulturgeschichte
Der Upplandsleden verläuft durch die acht Gemeinden des Verwaltungsbezirks Uppsala, von den Buchten des Mälaren im Süden bis zum Schärengarten des Dalälven im Norden. Der Fernwanderweg ist in 45 Etappen gegliedert und führt an Siedlungen entlang, durch tiefe Wälder, über offene Flächen, an Waldseen vorbei und durch historische Landschaften mit interessanter Industriegeschichte. Einige Etappen und Abschnitte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Wandern
Mitten im Uppsalaer Wanderangebot liegt die 6 km lange Hågavandringen. Der Weg besitzt vier Knotenpunkte, beginnt bei Carolina Rediviva, führt durch Rickomberga backar und Flogsta ängar und endet in Håga by. Die Jumkilsvandringen ist 8 km lang und startet außerhalb der Stadt an der Jumkils kyrka. Über Örnsätra führt sie nach Westen in die großen Jumkilsskogarna und endet bei Studentvilan an einer Grillstelle; im Sommer kann dort noch Linnea blühen.
Natur
Bryggholmen ist eine Kulturlandschaft auf einer Mälarinsel, die für ihre Misteln bekannt ist und viele Wege bietet. Außerdem gibt es dort Bademöglichkeiten, Feuerstellen, Angelplätze und einen Rastplatz. Idön liegt als Kulturlandschaft im Schärengarten und umfasst offene Weiden, beweideten Wald, Naturwald sowie zahlreiche Wege.
Bei Billudden verschwindet der Uppsalaåsen im Meer. Zur Landschaft gehören weite Strände, kalkreiche Kiefernwälder und Sanddorngebüsche. Für den Aufenthalt vor Ort gibt es öffentliche Verkehrsanbindung, Parkplätze, ein Café, barrierearme Einrichtungen, Toiletten und einen Zeltplatz.
Norra Lunsen ist eine stadtnahe Wildnis mit vielen Wegen durch Nadelwälder und Feuchtgebiete. Das ausgedehnte Wegenetz umfasst mehrere Wege, die als Skiloipen markiert sind; in der Raststuga Lunsentorpet kann man übernachten. Bis zu 50 seltene Tier- und Pflanzenarten wurden dort festgestellt. Zu den vorkommenden Waldvögeln zählen unter anderem Auerhuhn, Hohltaube und mehrere Spechtarten.
Bei Hjälstaviken führen barrierearme Stege und Wege zu Vogeltürmen und Beobachtungshütten. Die Hållnäskusten ist eine durch Landhebung entstandene Küste mit flachen Buchten und ursprünglichen Wäldern. An der Küste gibt es Bademöglichkeiten, Angelplätze, Feuerstellen, Wege sowie eine Rast- oder Übernachtungshütte.
Im Verwaltungsbezirk Uppsala kann ganzjährig geangelt werden: Zander im Mälaren, Forellen in Waldseen, Hecht und Barsch entlang der Küste sowie Lachs oder Äsche im Dalälven. Naturkartan ist ein digitaler Besucherführer für die Naturschutzgebiete, anderen Erholungsgebiete, Ausflugsziele und Wanderwege im Verwaltungsbezirk Uppsala. Er informiert unter anderem über Badestellen, Bushaltestellen, Parkplätze und Feuerstellen. Das Ausflugsprogramm im Verwaltungsbezirk umfasst Wanderungen, Familienfeste sowie Vogel- und Pilzausflüge und wird jeden Frühling und Herbst veröffentlicht.
Kultur und Geschichte
Der Dom in Uppsala hat 119 Meter hohe Türme. In seinem Inneren befinden sich die Gräber schwedischer Könige, Heiliger und Wissenschaftler, darunter Carl von Linné. Das Upplandsmuseet befindet sich in der alten Akademikvarnen an der Fyrisån und vermittelt Kulturgeschichte vom Wikingerzeitalter bis zu Kinderzimmern des 20. Jahrhunderts.
Der Botanische Garten in Uppsala beherbergt Pflanzenarten aus aller Welt und verändert sich im Lauf der Jahreszeiten. Der Linnéträdgården ist Schwedens ältester botanischer Garten und bildet sein Erscheinungsbild des 18. Jahrhunderts nach, als Linné dort selbst spazierte. Ein Besuch lässt sich mit dem Linnémuseet verbinden.
Gamla Uppsala war ein Machtzentrum der Vorzeit mit eindrucksvollen Königshügeln, heidnischen Ritualen und Wikingerkultur. Disagården in Gamla Uppsala vermittelt einen Einblick in das Leben auf dem Land im 19. Jahrhundert; dort gibt es rote Holzhäuser, grunzende Schweine und grüne Weiden. Disagården ist mit den Bussen 2, 110 und 115 erreichbar; für Autos und Busse gibt es kostenlose Parkplätze.
Das Museum in Gamla Uppsala vermittelt die Geschichte des Ortes. Mit Apps wie Visir Uplandia lässt sich das Gebiet in Augmented Reality erleben, einschließlich früherer Gebäude und des Lebens in der Vendelzeit. Das Schloss in Uppsala beherbergt eine Kunsthalle, Museen und ein Café mit weitem Blick über die Stadt und den Botanischen Garten.
Ein interaktives Museum vermittelt die Landschaften von Uppland – vom Wald über das Fjäll bis zum Wasser. Zu den Angeboten gehören Tierstimmen, die Erkundung verschiedener Biotope sowie Naturquiz und Bastelbereiche.
Geografische Einordnung
Zu den Unterregionen von Uppsala zählen Håbo, Enköping, Knivsta, Tierp, Heby, Uppsala, Älvkarleby und Östhammar.
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