Upa: Naturpfade und Inselgeschichte auf Saaremaa
Upa auf Saaremaa verbindet abwechslungsreiche Wege mit Ortsgeschichte. Für die Wahl Ihres Reiseziels stehen damit zwei unterschiedliche Erlebnisse nebeneinander: Bewegung in beleuchteten oder mit Holzhäckseln bedeckten Strecken sowie die Beschäftigung mit einem historischen Dorfzentrum und dem Upa Prohvetikivi. Auch die Geschichte des Aufstands auf Saaremaa im Jahr 1919 ist eng mit dem Dorf verbunden.
Naturpfade für verschiedene Aktivitäten
Die Kudjape–Upa-Gesundheitspfade bieten mehrere Streckenlängen. Der 1 km lange Weg ist vollständig beleuchtet. Daneben gibt es eine 3 km und eine 5,5 km lange Strecke, die mit Holzhäckseln bedeckt sind. Alle drei Strecken sind ganzjährig zur Bewegung geeignet; im Winter ist dort auch Skilanglauf möglich. Auf dem Kudjape–Upa-Gesundheitspfad können Sie außerdem Discgolf spielen. Dadurch lässt sich ein Aufenthalt je nach gewünschter Aktivität zwischen ruhigem Gehen, sportlicher Bewegung und einer Runde auf dem Parcours gestalten.
Eine andere Landschaftsperspektive bietet der 5 km lange Naturlehrpfad Kudjape–Upa. Er führt durch Laubwald und einen Kiefernwald. Der Weg ergänzt die Gesundheitspfade um eine Naturstrecke, bei der die unterschiedlichen Waldtypen den Verlauf prägen.
Upa zwischen Dorfstruktur und Kulturerbe
Im historischen Dorfzentrum von Upa fallen die steinernen Einfriedungen auf. Dazu gehören sowohl historische als auch neuere Beispiele. Die Begrünung in diesem Bereich ist größtenteils naturbelassen, sodass das Ortsbild nicht nur durch die Mauern, sondern auch durch die größtenteils naturbelassene Begrünung bestimmt wird.
Ein besonderer Bezugspunkt ist der Upa Prohvetikivi. Er ist ein Kulturerbeobjekt, steht jedoch nicht unter staatlichem Schutz und besitzt auf Saaremaa einen bemerkenswerten kulturhistorischen Hintergrund. Bekannt ist der Stein als Versammlungsort der Herrnhuter Brüdergemeine. Er wurde für Gebete, Gesang und Predigten genutzt.
Historische Ereignisse im Februar 1919
Upa ist außerdem mit dem Aufstand auf Saaremaa im Jahr 1919 verbunden. Der Aufstand dauerte vom 16. bis zum 21. Februar 1919. Am Abend des 18. Februar richteten Aufständische im Dorf Upa nahe Kuressaare ihr Hauptquartier ein. Dort warteten sie auf Verstärkung und Munition für den Angriff auf die Stadt.
Am 21. Februar 1919 wurden die Hauptkräfte der Aufständischen, die die Stadt belagerten, durch einen Überraschungsangriff in Upa, Vaivere, Kellamäe und Sikassaare besiegt. Diese zeitlich klar eingegrenzten Ereignisse geben der Beschäftigung mit dem Ort eine historische Dimension, die sich von den Natur- und Kulturerlebnissen unterscheidet.
Unterkunfts- und Radorientierung
Jurna Turismitalu bietet eine Unterkunft in einem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten und inzwischen umfassend renovierten Rehhaus. Für die Radorientierung ist außerdem ein Radweg dokumentiert, der etwa 1 km von Jurna Turismitalu entfernt beginnt. Er führt rund um Kuressaare bis zum Flecken Salme und zum Wikingerdorf und ist etwa 25 km lang. Die Entfernung und die Streckenlänge sind als ungefähre Angaben zu verstehen.
Wenn Sie neben Upa weitere Ziele im selben übergeordneten Bereich betrachten möchten, gehören auch Nasva und Mändjala dazu. So bleibt die Suche nach einer Unterkunft mit der Auswahl zwischen Naturwegen, Ortsgeschichte und weiteren Zielen auf Saaremaa verbunden.
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