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Hogstad: Romanische Kirche und historische Grabmale

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Kirche und Baugeschichte

Die Hogstad kyrka verbindet einen romanischen Baustil mit einer Baugeschichte, die bis ins späte 12. Jahrhundert zurückreicht. Vom ursprünglichen Kirchenbau sind der Chor, die Apsis und das Langhaus bis zur heutigen Empore erhalten. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Kirche 1871. Damit stehen am selben Bau mittelalterliche Bestandteile und eine deutlich spätere Gestaltungsphase nebeneinander. Für die Einordnung ist diese Unterscheidung wichtig: Das Erhaltene gehört zum Kirchenbau des 12. Jahrhunderts, das heutige Erscheinungsbild geht auf eine Veränderung im 19. Jahrhundert zurück.

Auch das mittelalterliche Mauerwerk und der romanische Grundriss der Hogstad kyrka besitzen einen sehr hohen kirchengeschichtlichen Wert. Baustil und Grundriss beschreiben unterschiedliche Ebenen: Der Baustil ordnet die architektonische Gestaltung ein, der Grundriss beschreibt die Anlage des Baukörpers. Zusammen mit Chor, Apsis und Langhaus ergeben sich konkrete Anknüpfungspunkte, um die Kirche sowohl nach ihrer Form als auch nach den erhaltenen Teilen zu betrachten. Das ergänzt die Datierung auf das späte 12. Jahrhundert um eine räumliche Perspektive.

Ausstattung aus mehreren Jahrhunderten

Die Ausstattung setzt weitere Zeitmarken. In der Hogstad kyrka befindet sich ein steinernes Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirchenglocke stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist vermutlich die älteste in Östergötland. Ein Retabel aus dem 15. Jahrhundert gehört ebenfalls zur Ausstattung. So reichen die datierten Ausstattungsstücke über mehrere Jahrhunderte; Taufbecken, Glocke und Retabel ergänzen die Baugeschichte durch Objekte mit eigenen zeitlichen Einordnungen.

Eine Kanzel aus dem 16. Jahrhundert aus der Hogstad kyrka wird im Historiska museet in Stockholm ausgestellt und zählt zu den zwei ältesten Schwedens. Ihre Herkunft und ihr Ausstellungsort sind dabei auseinanderzuhalten: Sie stammt aus der Hogstad kyrka, wird aber in Stockholm gezeigt. Damit lässt sich die Geschichte des Kircheninventars auch über den heutigen Standort dieses einzelnen Ausstattungsstücks hinaus einordnen.

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Grabmale auf dem Friedhof

Auch der Friedhof von Hogstad kyrka ergänzt die kulturhistorische Perspektive. Am Rand sind einige hohe, schmale Grabmale aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erhalten. Zwei der ältesten Grabmale am ursprünglichen Standort sind liegende, sarkophagähnliche Steine. Ein Grabmal hat die Form eines römisch-etruskischen Felsgrabs. Die Angaben zu Zeitstellung, Lage und Form eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf die Grabmale und geben dem Friedhof neben der Baugeschichte der Kirche ein eigenes Thema.

Rundgang und Orientierung

Für die Hogstad kyrka und den Friedhof gibt es einen digitalen Rundgang. Er bezieht beide Bereiche ein und ergänzt die zeitliche Einordnung um eine gemeinsame Perspektive auf Kirche und Friedhof: hier die Bau- und Ausstattungsgeschichte, dort die unterschiedlichen Grabmale. Die Kirche liegt an der Straße zwischen Hogstad und Bjälbo. Das Café Sharpman befindet sich in Hogstad.

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