Königsfeld: Moore, Bodendenkmäler und mittelalterliche Wege
Zwischen den Flussauen der Maurine im Westen und der Radegast erstreckt sich Königsfeld über hügeliges Gelände. Für Ihre Ortswahl verbinden sich hier Moore, Feldfluren und Gewässer mit markanten Zeugnissen mittelalterlicher und vorgeschichtlicher Geschichte.
Landschaft zwischen Moor, Wald, Feldflur und Gewässern
Der im Südwesten der Gemeinde gelegene Ortsteil Woitendorf gehört mit dem Woitendorfer Moor zum Biosphärenreservat Schaalsee. Im Nordosten des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee liegt das 42 Hektar große Demerner Moor. Beide Landschaftsbezüge ergänzen das hügelige Gemeindegebiet um feuchte Naturbereiche. Im Gelände wechseln dabei Moorflächen, bewaldeter Quellbereich, offene Feldflur und der Goldensee als konkrete Naturmotive. Der Woitendorfer Bach hat sein Quellgebiet im Woitendorfer Wald in der Nähe von Demern. Er durchfließt auf einer Länge von etwa 5 km die Feldflur und mündet bei Groß Thurow in den Goldensee. Für Naturinteressierte tritt der Bachlauf damit als eigener Bezug neben den Mooren hinzu. Seine etwa 5 km sind eine Größenangabe für den Gewässerverlauf, nicht für eine ausgeschilderte Wanderstrecke.
Dorfkirche und Bodendenkmäler
In der Dorfkirche Demern bildet ein um 1400 entstandener gotischer Schnitzaltar den Mittelpunkt. Der frühgotische Chor geht vermutlich auf die Zeit um 1267 zurück. Die Kirche verbindet dabei einen frühgotischen Bauteil mit einer gotischen Ausstattung aus späterer Zeit. Zu den Bodendenkmälern im Süden des Gemeindegebiets von Königsfeld gehört ein 5500 Jahre altes Großsteingrab ebenso wie ein etwa 4000 Jahre altes Hügelgrab. Das als Bodendenkmal ausgewiesene und regional bekannte Hügelgrab Königsgrab liegt unmittelbar auf dem Ackerstück mit der Bezeichnung „Königsfeld“. Die Grabanlagen liegen im Süden des Gemeindegebiets, die Dorfkirche in Demern. So stehen Kirchenbau, sakrale Ausstattung und vorgeschichtliche Grabanlagen jeweils an konkreten Orten innerhalb der Gemeinde.
Historische Wege und besondere Ortsbezüge
Die Route Klosterdreieck umfasst Demern als eine ihrer Ortschaften. Sie verläuft entlang des Nonnenwegs, des Bischofswegs und mittelalterlicher Pilgerwege des Abtes Ernestus. Die Wegbezeichnungen halten dabei unterschiedliche historische Bezüge innerhalb der Route präsent. Auch Bülow ist mit der Geschichte des Rehnaer Nonnenklosters verbunden: Der Ort war der Stammsitz der Familie von Bülow, die im Mittelalter zu den Hauptstiftern des Klosters gehörte. Der Klosterbezug ist hier eng an einen Stammsitz und eine Stifterfamilie gebunden. Mit dem Kastanienhof kommt ein botanischer Akzent hinzu. Er ist ein botanischer Schaugarten im Stil eines traditionellen Bauerngartens. Eine kostenlose Führung über die Guidemate-App vermittelt Einblicke in die Geschichte des Kastanienhofs; der Garten bleibt zugleich durch seinen traditionellen Bauerngartenstil geprägt. Im Ortsteil Groß Rünz findet jährlich ein Schubkarren-Rennen durch den Dorfteich statt. Beim Rennen ist der Dorfteich zugleich der Ort des Wettbewerbs.
Weitere Orte: Holdorf, Groß Molzahn, Vitense, Carlow, Thandorf, Dechow, Rieps und Utecht.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Rehna.
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