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Juupajoki: Schlucht, Kunst und Geschichte

Unterkünfte in Juupajoki

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Juupajoki-Schlucht gibt der Reise in die Gemeinde Juupajoki einen markanten Naturakzent: Ein Fluss fließt durch ein eiszeitlich geformtes Schluchtental, das bis zu 30 Meter tief ist. Das rund 30 Hektar große Gebiet ist ein Naturschutzgebiet. Dazu kommen Naturpfade, Kunstorte und Zeugnisse der Industriegeschichte – unterschiedliche Schwerpunkte, die Sie bei der Planung Ihrer Reise berücksichtigen können.

Drei Naturpfade in der Juupajoki-Schlucht

Die drei Wege unterscheiden sich deutlich in Länge und Gelände. Der blaue Weg ist etwa zwei Kilometer lang und verfügt über Holzstege, Handläufe und einen barrierefreien Aussichtspunkt. Der gelbe Weg ist mit rund 400 Metern kürzer. Er beginnt am Parkplatz an der Koskitie 45 in Korkeakoski und führt über 130 Stufen hinunter ins Schluchtental. Der rote Weg misst etwa 900 Meter und ist besonders anspruchsvoll: Schmale, geneigte Pfade verlaufen am Rand einer Steilwand.

Die Gemeinde Juupajoki unterhält die Naturpfade im Sommer. Beim gelben Weg können sich saisonale Pflege und Gelände ändern; ein Blick auf die aktuellen Bedingungen ist daher hilfreich. Für die Orientierung zur Mobilität ist die Unterscheidung zwischen Einrichtungen und Wegen wichtig: Der Aussichtspunkt und eine Kota-Schutzhütte im Schluchtgebiet sind barrierefrei, die Schluchtpfade selbst eignen sich jedoch nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Schluchtlandschaft und Wasserroute

Die Tiefe des Tals, der Fluss am Grund und die eiszeitliche Form geben dem Gebiet seinen Charakter. Wer unterschiedliche Streckenprofile abwägen möchte, findet beim blauen und gelben Weg konkrete Längenangaben; beim roten Weg kommt die ausdrücklich beschriebene anspruchsvolle Wegführung hinzu. Die drei Naturpfade bieten damit verschiedene Möglichkeiten, die Schluchtlandschaft zu erleben, ohne dass sich ihre Anforderungen gleichsetzen lassen.

Auch eine Wasserroute verbindet Natur- und Kulturlandschaften: Sie beginnt in Kopsamo in Juupajoki und führt bis zum Pitkäjärvi am Längelmävesi in Orivesi. Die Strecke ist etwa 19 Kilometer lang und eignet sich für Paddler aller Erfahrungsstufen. Wasserstände und Bedingungen an Umtragestellen sind saisonal. Damit ist die Route eine andere Art, die Landschaft zu erkunden als die Wege durch die Schlucht.

Kunst zwischen Station, Galerie und Gasthaus

Periferia ist eine permanente multidisziplinäre Kunstausstellung an der Forstlichen Forschungsstation Hyytiälä der Universität Helsinki. Die Werke befinden sich in den Stationsgebäuden sowie im umgebenden Wald und Moor. Zu den Ausstellungsorten gehören die historischen Blockhäuser und das neue Hauptgebäude. Bei schneefreien Bedingungen ist die Ausstellung täglich zugänglich; für Werke in den Gebäuden gelten zusätzlich deren jeweilige Öffnungszeiten.

Im Kallenautio-Gasthausmuseum finden im Sommer wechselnde Kunstausstellungen im Gebäude Laurientupa statt. Das Museum befindet sich an seinem ursprünglichen Standort in Juupajoki; der Gasthausbetrieb begann dort 1778. Im Hof gibt es außerdem einen kleinen Tierhof für Familien mit Kindern, wo Hühner und Schafe beobachtet werden können. Die saisonalen Ausstellungen verbinden den historischen Ort mit einem wechselnden Kunstangebot.

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In der Galerie Walleniuksen Wapriikki wechseln die Ausstellungen jährlich von April bis Oktober im Abstand von vier Wochen. Das bietet einen anderen kulturellen Schwerpunkt als die permanente Schau Periferia oder die Sommerausstellungen im Laurientupa. Die genannten Zeiten geben dabei jeweils den eigenen Rhythmus der Ausstellungsorte wieder.

Korkeakoski und Kopsamo: Spuren von Industrie und Glauben

Auch die Industriegeschichte lässt sich an konkreten Orten ablesen. In Korkeakoski nahm 1897 die erste finnische industrielle Schuhfabrik die Schuhherstellung auf. Die Pikkukirkko, auch Suutarien kirkko genannt, wurde dort 1951 von der Aaltosen Kenkätehdas als Gemeindesaal für die religiösen Bedürfnisse der damaligen Industriegemeinschaft errichtet. Der Korkeakoski-Wasserfall stürzt am Rand des Hofes des Koskenjala-Schuh- und Ledermuseums in ein Tal, umgeben von einem historischen Fabrikmilieu.

In Kopsamo steht die Juupajoen Kirche in einer Kulturlandschaft. Die achteckige Holzkirche wurde zwischen 1838 und 1846 erbaut. Ein weiterer Ausgangspunkt für Wanderungen liegt im Dorf Lyly: Dort beginnen die Wege Kaaponharju und Vähä-Karvia. So reichen die beschriebenen Reiseinteressen von Schlucht und Wasser bis zu Kirchen, Kunst und Industriegeschichte.

Die unterschiedlichen Themen helfen, Juupajoki nach den Erlebnissen auszuwählen, die Sie in Ihre Reise einbeziehen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Jokioinen, Närpes, Utajärvi, Pudasjärvi, Reisjärvi, Karhula, Fiskars, Siikalatva.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordösterbotten.

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