Soldau: Stadtgeschichte, Museen und Radwege
Unterkünfte in Soldau
Soldau (Działdowo) verbindet einen historischen Stadtkern mit Museen und aktiven Ausflugsmöglichkeiten im näheren und weiteren Umfeld. Wer bei der Reiseplanung Kultur und Geschichte in den Mittelpunkt stellt, findet in der Altstadt, im Rathaus und in den Ausstellungen konkrete Anknüpfungspunkte. Für Tage im Freien kommen die ausgeschilderten Fahrradrouten rund um Działdowo und die Naturgebiete des Powiats Działdowski hinzu.
Działdowo - Monument to victims of KL Soldau
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Altstadt, Marktplatz und Stadtgeschichte
Die Altstadt bewahrt ihren ursprünglichen mittelalterlichen Straßenverlauf. In ihrem Zentrum liegt ein quadratisch angelegter Marktplatz; das Rathaus befindet sich in dessen Mitte und stammt aus dem Jahr 1796. Der Platz und das Rathaus geben dem historischen Stadtkern einen klaren Orientierungspunkt. Auch das Deutschordensschloss gehört zur Geschichte des Ortes: Es ist in den „Szlak Zamków Gotyckich“, den Weg der Gotischen Burgen, eingebunden.
Ein weiterer historischer Ort ist das ehemalige Kasernengebäude in Działdowo. Es gilt als historisch besonders bedeutend und als Zeugnis des Martyriums der polnischen Nation. Wer sich mit religiöser Erinnerung beschäftigt, kann außerdem das Heiligtum der seligen Märtyrer von Działdowo einordnen: Es befindet sich in der Kirche der heiligen Katharina von Alexandrien und erinnert an Erzbischof Antoni Julian Nowowiejski sowie Bischof Leon Wetmański, die Märtyrer des Lagers in Działdowo waren.
Museen und kulturelle Einblicke
Das Interaktive Museum des Deutschordensstaates wurde am 13. August 2013 im Rathaus von Działdowo eröffnet. Die interaktive Ausstellung umfasst zwei Ebenen; die erste besteht aus fünf chronologisch geordneten Sälen. Das Muzeum Pogranicza ist eine kommunale Kultureinrichtung im wiederaufgebauten und für kulturelle Zwecke angepassten Dom Duży. Seine Dauerausstellung trägt den Titel „Działdowo – miasto i ludzie dawnego pogranicza“ und behandelt die Geschichte der Działdowszczyzna von der Antike bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die chronologische Anlage eröffnet einen zeitlichen Überblick, während der Titel den Blick auf Stadt und Menschen des früheren Grenzlands richtet.
Auch der Działdowski Jarmark für Antiquitäten, Handwerk und gesunde Lebensmittel gehört zum kulturellen Leben des Ortes. Das wiederkehrende Treffen verbindet Kultur, Handwerk und lokale Kreativität.
Radfahren und Natur im Reisegebiet
Rund um Działdowo gibt es vier ausgeschilderte Fahrradrouten, die jeweils durch eine eigene Farbe unterschieden werden. Die Routen sind miteinander verbunden. Etwa auf halber Strecke liegen Rastplätze mit Schutzhütten, Sportplätzen und steinernen Grillstellen. Eine Fahrradrunde führt durch die geschützten ökologischen Nutzungsgebiete Ptasie Bagno und Torfianki Działdowskie; dort prägen nasse Wiesen und Torfstiche das Feuchtgebiet. Für die Ortswahl lässt sich so zwischen einem Schwerpunkt auf Stadtgeschichte und einer Reise mit Rad- und Naturerlebnissen abwägen.
Entlang der Kreisstraße zwischen Działdowo und Księży Dwór wurde ein 2,421 Kilometer langer gemeinsamer Geh- und Radweg gebaut. Im größeren Reisegebiet gehören außerdem der Landschaftspark Welski und der Landschaftspark Górznieńsko-Lidzbarski zum westlichen Teil des Powiats Działdowski. Das Naturschutzgebiet Ostrów Tarczyński gehört teilweise oder vollständig zum Powiat.
Auch Flüsse prägen die Orientierung im Powiat: Die Wel fließt hindurch und ist ein linker Nebenfluss der Drwęca; die Wkra fließt ebenfalls durch den Powiat und ist ein Nebenfluss der Narew. Der Abschnitt Piekiełko auf der Wel führt durch eine tiefe Schlucht. Wegen der starken Strömung und umgestürzter Bäume wird er erfahrenen Kajakfahrern empfohlen. Diese Bedingungen sind bei der Entscheidung für eine Kajaktour wesentlich.
Anreise und weitere Ortsseiten
Działdowo liegt an der nationalen Eisenbahnmagistrale Warschau–Danzig mit Verbindungen nach Olsztyn. Als Straßenknotenpunkt verbindet der Ort die Woiwodschaftsstraßen 544, 545 und 542: Die 544 führt zwischen Mława und Lidzbark, die 545 nach Nidzica und die 542 nach Ostróda. Damit lassen sich Bahn- und Straßenverbindungen als Teil der Reiseplanung berücksichtigen.
Wenn Sie die Destination über weitere Ortsseiten erkunden möchten, gehören dazu Nowa Wies, Murawki, Naguszewo, Kopaniarze, Działdowo, Grądy, Lidzbark, Uzdowo und Rybno.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ermland-Masuren.