Dywity: Radwege, See und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Dywity
Dywity lässt sich auf zwei markierten Radwegen erkunden, die beide im Ort beginnen und wieder dorthin zurückführen. Die Strecken unterscheiden sich in ihrer Länge und in den Orten, durch die sie führen. Am Jezioro Dywickie kommen ein Weg rund um den See, ein angelegter Strand und eine Aussichtsplattform hinzu. Auch eine neogotische Kirche, eine historische Brücke und ein samstäglicher Dorfmarkt geben dem Ort eigene Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.
Markierte Radwege mit unterschiedlichen Strecken
Der blaue Radweg ist 32 km lang. Von Dywity führt er über Różnowo, Dąbrówka Wielka, Nowe Włóki, Gradki, Frączki, Tuławki und Gady, weiter am Wadąg-See und über Dągi zurück nach Dywity. Die Länge und die Folge der genannten Orte geben Ihnen einen konkreten Überblick über den Verlauf der Runde.
Mit 20 km ist der gelbe Radweg kürzer. Er führt von Dywity über Redykajny, Wilimowo, Kajny, Barkweda, Brąswałd und Ługwałd zurück zum Ausgangsort. Wenn Sie die beiden markierten Routen gegenüberstellen, können Sie Ihre Tagesplanung an der angegebenen Streckenlänge und den jeweils genannten Stationen ausrichten. Beide Wege enden wieder in Dywity; eine Geh- oder Fahrtdauer ist damit nicht verbunden.
Am Jezioro Dywickie
Am Jezioro Dywickie verläuft ein Fuß- und Radweg rund um den See. Er bietet eine eigene Möglichkeit, die Umgebung des Gewässers zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, unabhängig von den beiden längeren markierten Radrouten. Im Erholungsgebiet umfasst das Angebot außerdem einen angelegten Strand und eine erhöhte Aussichtsplattform mit Holzverkleidung. Von der Plattform richtet sich der Blick auf den See.
Kirche und Geschichte am Wadąg
Die neogotische Kirche der Heiligen Apostel Simon und Judas Thaddäus in Dywity ist 40 m lang, 17 m breit und 19 m hoch. Im Inneren stehen sieben Apostelskulpturen auf acht Granitpfeilern. Die Dimensionen und die Zahl der Pfeiler und Skulpturen geben dem Bauwerk eine prägnante architektonische Beschreibung. Zur Ausstattung gehört auch eine achtzehnstimmige Orgel. Sie wurde von der Firma Bruno Goebel aus Orneta gebaut; ihr Klang ist bis heute zu hören.
Eine eigene historische Station ist die Brücke über den Wadąg bei Dywity. Sie wurde 1859 errichtet. Nachdem diese erste Brücke nach kurzer Zeit zerstört worden war, wurde 1862 eine neue Querung fertiggestellt und der Verkehr auf der Straße wieder aufgenommen. Die beiden Jahreszahlen gehören zu dieser Brückengeschichte: auf die Errichtung folgten die Zerstörung der ersten Brücke und die Fertigstellung der neuen Querung.
Die Brücke über den Wadąg am Ortseingang von Dywity diente außerdem als Drehort für eine Verfolgungsszene aus der Folge Podwójny nelson der polnischen Fernsehserie Stawka większa niż życie. Wer sich für Filmgeschichte interessiert, findet damit einen konkreten Bezug zu einem Ort in Dywity. In der näheren Umgebung von Dywity wurde 1914 ein Luftschiffhafen eröffnet.
Dorfmarkt und lokale Veranstaltungen
Im Zentrum von Dywity findet samstags in der modernisierten alten Stodoła ein Dorfmarkt statt. Angeboten werden Lebensmittel von Landwirten und lokalen Erzeugern. Der Markt verbindet damit einen festen Ort im Zentrum mit Erzeugnissen aus Landwirtschaft und lokaler Produktion. Für einen Besuch lässt sich der Samstag als Markttag vormerken.
Auch das Święto Warmińskiego Piwowara hat einen Bezug zur örtlichen Veranstaltungskultur: Dort findet das Finale des Warmiński Konkurs Piw Domowych statt. Jährlich senden Hobbybrauer aus ganz Polen mehrere Dutzend zu Hause gebraute Biere ein. Professionelle Juroren des Polnischen Verbands der Hausbrauer bewerten die Biere. Der Wettbewerb bringt somit Einsendungen aus unterschiedlichen Teilen Polens und eine fachkundige Jury zusammen.
Ein weiterer Weg durch die Ortsgeschichte ist der Lehr- und Tourismuspfad zu den Dywityer Luftschiffen. Sein Beginn liegt an der Zufahrt von der ul. Grzybowa. Zusammen mit den Radwegen, dem See und den historischen Stationen bietet Dywity verschiedene Themen für einen Aufenthalt, von aktiven Strecken bis zu Architektur und Ortsgeschichte.
Weitere Ortsseiten: Unieszewo, Olsztynek, Purda, Lipowo Kurkowskie, Guzowy Piec, Barczewo, Biedowo und Jaroty.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Allenstein.