Käsmu
Unterkünfte in Käsmu
Käsmu lässt sich über Wege, Findlinge und maritime Geschichte entdecken. Für aktive Tage bietet der Ort mehrere klar unterscheidbare Routen: Der Wanderweg von Käsmu ist 15 km lang, davon verlaufen 10 km direkt an der Küste. Der natur- und kulturgeschichtliche Lehrpfad von Käsmu ist mit 4,2 km kürzer und verbindet Naturbeobachtung mit Ortsgeschichte.
Wanderwege zwischen Küste, Wald und Findlingen
Der Wanderweg führt bis Palganee und zum Käsmu-See, bevor er über einen Waldweg zum Dorf zurückkehrt. Unterwegs liegen die Granitfindlinge Meremunk und Metsamunk. Wer sich für die besondere Geologie der Region interessiert, findet auf dem 4,2 km langen Lehrpfad einen eigenen Schwerpunkt: Er beginnt am Friedhof und an der Kapelle von Käsmu und führt durch Estlands größte Findlingskonzentration, die sich über mehr als 400 ha erstreckt.
Zum Naturbild gehört auch das Findlingsfeld von Käsmu, das als Estlands größtes Findlingsfeld bezeichnet wird und vom natur- und kulturgeschichtlichen Lehrpfad aus besichtigt werden kann. Ein markanter Einzelstein ist der Findling Eremiit beziehungsweise Matsikivi. Er hat einen Umfang von 14,7 m und ist 4,7 m hoch. Damit liegen auf den Wegen nicht nur Küstenabschnitte, sondern auch deutlich benennbare Naturdenkmale.
Eine eigene Route für das Fahrrad
Auch mit dem Fahrrad lässt sich Käsmu auf einer festgelegten Strecke erkunden. Der Radweg von Käsmu ist einschließlich des Abschnitts zum Kap Palganeem und zurück insgesamt 16 km lang. Vom Kap Palganeem bietet der Weg Ausblicke auf das Meer. Die Fahrradroute ergänzt damit den längeren Küstenwanderweg und den kürzeren Lehrpfad um eine weitere Möglichkeit, die Landschaft mit einem anderen Schwerpunkt zu erleben.
Maritime Kultur im Museum und im Ortsbild
Das Käsmu Maritime Museum ist seit 1993 in einem aus der Zarenzeit stammenden Grenzschutzgebäude untergebracht. Seine Ausstellungen behandeln Seefahrt, Fischerei und Schmuggel. Zugleich geht es um das Meer als Teil der Natur sowie um das Meer als Gegenstand der Fotografie und bildenden Kunst. Für Kinder veranstaltet das Museum Museumstage zu den Themen Kapitänsdorf und Wikingerzeit. Außerdem bietet es das Orientierungsprogramm „Aardejaht“ an.
Weitere Stationen verweisen auf die Geschichte des Dorfes. Die Seefahrtsschule von Käsmu bestand von 1884 bis 1931. Der Leuchtturm von Käsmu wurde 1892 errichtet. Die hölzerne Kapelle entstand 1863 mit dem Geld der Dorfbewohner und beherbergt eine der ältesten Orgeln Estlands. Auf dem Friedhof befindet sich ein Grabdenkmal für Signe, die Tochter von Kapitän Tiedemann. In der Nähe von Käsmu steht außerdem eine gusseiserne Generalskapelle, die 1846 zum Gedenken an General Nikolai von Dellingshausen errichtet wurde.
Zum sichtbaren Charakter von Käsmu gehören weiße Kapitänshäuser und hohe Fahnenmasten.
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