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Runnö – Waldwege, Tomtningar und Siedlungsgeschichte

Unterkünfte in Runnö

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für die Wahl von Runnö als Reiseziel sind drei Merkmale besonders prägend: Die Insel ist nur mit einem eigenen Boot erreichbar, mehrere Spazierwege führen durch den Wald bis zum Wasser, und historische Siedlungs- und Fischereispuren bestimmen das Bild. In Sörgården gibt es einen öffentlichen Anleger für ankommende Boote. Damit beginnt die Orientierung auf Runnö nicht an einer Fährstation, sondern mit der eigenen Anreise über das Wasser.

Wald, Wasser und eine besondere Landschaft

Runnö und die umliegenden kleinen Inseln liegen in der Übergangszone zwischen der Moränenschärenlandschaft im Süden und der Festgesteinsschärenlandschaft im Norden. Auch der Sandstein der Insel verweist auf eine weit zurückreichende Landschaftsgeschichte: Er entstand vor etwa 600 bis 500 Millionen Jahren während der geologischen Periode des Kambriums. Für Besucher wird dieser Charakter vor allem dort greifbar, wo die Spazierwege durch den Wald bis an das Wasser führen.

Bei der Planung gehört außerdem Runnö Rödskär in die Orientierung ein. Für diesen Bereich gilt vom 1. April bis zum 10. Juli ein Betretungsverbot. Die zeitliche Einschränkung sollte bei der Auswahl von Route und Aufenthaltszeit berücksichtigt werden, ohne sie auf andere Teile der Insel zu übertragen.

Tomtningar und Spuren des Fischfangs

Runnö besitzt entlang des Kalmarsunds die größte Gruppe prähistorischer sogenannter Tomtningar. Dabei handelt es sich um niedrige steinerne Hausgrundrisse mit einfachen Überbauten, die beim saisonalen Fischfang genutzt wurden. Die meisten dieser Anlagen konzentrieren sich im nördlichen Teil der Insel, innerhalb von Långgloviken und Nättlevik. Dort haben wahrscheinlich einfache Gebäude als Übernachtungsplätze für Fischer gedient, die mit dem früheren sommerlichen Heringsfang verbunden waren.

Alte Bootsanlandeplätze ergänzen dieses Bild. Der Aalfang war die wichtigste Erwerbsgrundlage auf Runnö; für Frauen und Kinder war das Beerenpflücken eine wichtige Einkommensquelle. Die Insel wurde erstmals um das Jahr 1300 in einer Segelbeschreibung erwähnt. Diese Hinweise machen Runnö nicht nur als Naturziel, sondern auch als Ort mit einer über Jahrhunderte dokumentierten Verbindung zu Fischerei, Booten und saisonaler Arbeit interessant.

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Sörgården, Norrgården und die Inselarchitektur

Die Bebauung konzentriert sich in den beiden Dörfern Sörgården und Norrgården auf der Westseite der Insel. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie verlegt: Die Gebäude um Norrgården kamen weiter nach Norden, jene um Sörgården weiter nach Süden. Zwischen den beiden heutigen Siedlungsansammlungen lag der alte Dorfplatz.

In Sörgården liegt am Wasser eine reihenartige Siedlung. Zunächst stehen die Bootshäuser an den Stegen und am Ufer, dahinter folgen die Wohnhäuser. Scheunen und Heuschober befinden sich an der Ostseite der durchgehenden Dorfstraße. Auffällig sind die Bootshäuser mit ihren markanten Überständen an einer Giebelseite; diese sind teilweise ebenso groß wie der eigentliche Raum des Bootshauses. Am Eingang zum Hafen von Sörgården steht auf Kvarneholmen die Holkkvarn-Windmühle. Sie ist ein weithin sichtbares Seezeichen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kalmar.

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