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Ankarsrum: Industriegeschichte, Museen und Wanderwege

Unterkünfte in Ankarsrum

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ankarsrum verbindet Zeugnisse der Eisenindustrie mit Wanderwegen, Seen und kulturellen Stationen. Wer für seine Reise einen Ort mit nachvollziehbarer Industriegeschichte und unterschiedlichen Möglichkeiten für kurze oder längere Ausflüge sucht, kann hier Kultur und Bewegung miteinander verbinden.

Industriegeschichte als roter Faden

Ankarsrums bruk wurde 1655 gegründet, nachdem eine formelle königliche Genehmigung zum Bau eines Hochofens erteilt worden war. Die Lage zwischen den Seen Långsjön und Hällsjön ermöglichte die Nutzung der Wasserkraft für das Werk. Diese Geschichte ist an mehreren Orten greifbar. Im Bruksparken befindet sich Aktiveum®, ein Industriemuseum, das verschiedene Epochen der Geschichte von Ankarsrums bruk widerspiegelt.

Im Bruksparken steht außerdem ein 1955 vom Künstler Erik Reimhult errichtetes Monument zum 300-jährigen Jubiläum von Ankarsrums bruk. Dort befindet sich auch eine Büste des in Ankarsrum geborenen Künstlers Harald Wiberg. Die gusseiserne Statue Bedjande gosse wurde der Überlieferung zufolge in den 1850er-Jahren in Ankarsrum gegossen. Aktiveum bietet Führungen durch das Industriemuseum und den Bruksparken zu den Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung an.

Ein weiteres charakteristisches Baudetail ist Ankarsrums kyrka. Sie wurde 1896 fertiggestellt und ist vollständig aus Schlackenstein gebaut, einem Nebenprodukt der Eisenherstellung in Ankarsrum. Wer sich für Kirchenbau, lokale Handwerksgeschichte und die Entwicklung industriell geprägter Orte interessiert, findet damit einen weiteren kulturellen Schwerpunkt. Seit dem Allerheiligenwochenende 2021 gibt es außerdem die digitale Friedhofsführung „Kyrkogården berättar“ auch auf dem Friedhof von Ankarsrum.

Wanderwege mit unterschiedlichen Längen

Die Ankarsrumsslingan ist 11,9 km lang und sowohl für Rundwanderungen als auch als Anschluss an längere Wanderungen auf dem Tjustleden vorgesehen. Im Gebiet von Ankarsrum führt der Tjustleden durch den Bruksparken. Nördlich des Wasserlaufs bei Isgölen schließt die Ankarsrumsslingan an den Tjustleden an. Auf ihrem Verlauf führt sie an den Grundmauern des Isgöhleströms Manufakturverk vorbei, das im Volksmund Spiksmedjan genannt wird. Die Mauern bestehen aus Schlackenstein.

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Für eine kürzere Runde ist die Ankarsrum-Xrundan eine eigene Option. Sie beginnt am Bahnhofsgebäude und ist etwa 3,4 Kilometer lang. So lassen sich die beiden Wege nach der gewünschten Streckenlänge ordnen: Die Xrundan bietet einen kürzeren Einstieg, während die Ankarsrumsslingan als Rundwanderung oder als Verbindung zum Tjustleden angelegt ist. Die Angaben zur Länge sollten Sie bei Ihrer Tagesplanung berücksichtigen.

Seeufer, Badeplatz und regionale Bahn

Der kommunale Badeplatz von Ankarsrum am Långsjön verfügt über Rasenflächen und einen Sandstrand. Außerdem gibt es dort eine Rampe für Menschen mit Behinderungen. Das Ankarsrums Hembygdsmuseum liegt am Ufer des Långsjön an der Kungsvägen. Im Museum sind volkstümliche Gegenstände und einige Eisengegenstände gesammelt. Damit bietet der Ort neben den Industriedetails auch einen Einblick in Alltags- und Regionalgeschichte.

Zur Orientierung bei der Anreise gehört die Schmalspurbahn Hultsfred–Västervik. Die 70 Kilometer lange Strecke bedient den Bahnhof Ankarsrum. Die Bahn ist als Baudenkmal ausgewiesen und gilt als bedeutendes schwedisches Industriedenkmal.

Weitere Zielseiten für Ihre Reiseplanung finden Sie bei Blankaholm, Hjorted, Gamleby, Blackstad, Gunnebo, Loftahammar, Överum und Totebo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Västervik.

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