Paldiski: Klippen, Geschichte und Wanderweg

Paldiski verbindet eine markante Küstenlandschaft mit einer vielschichtigen Geschichte. Der Paldiski-Wanderweg führt als Rundweg von der Stadt zum nordestnischen Klint und zum Pakri neem, weiter über den Pakri-Windpark und zurück nach Paldiski. Damit steht eine Route im Mittelpunkt, die Felsen, Meerblicke und historische Spuren in einer eigenen Folge miteinander verbindet.

Wandern am Klint und bei Muula mäed

Der Paldiski-Wanderweg beginnt am Bahnhof von Paldiski. Sein Ausgangspunkt ist daher auch für Besucher nachvollziehbar, die mit dem Auto oder mit dem Zug anreisen. Ein besonders eigenständiger Landschaftspunkt sind die Muula mäed: Die Festungsanlage wurde in eine hohe Kalksteinklippe eingeschnitten und umfasste fünf Bastionen. Heute eignen sich die Muula mäed zum Spazierengehen und zum Fotografieren von Meerblicken.

Auch das Pakri-Landschaftsschutzgebiet gehört zu den landschaftlich wichtigen Themen rund um Paldiski. Dort werden eine artenreiche Küste und seltene Lebensräume geschützt. Am nordwestlichen Ende der Pakri-Halbinsel steht der Pakri-Leuchtturm. Der neue steinerne Leuchtturm wurde 1889 in 80 Metern Entfernung von seinem Vorgänger fertiggestellt.

Museen zwischen Atelier und Zollhaus

Das Amandus Adamson Studio Museum befindet sich im Sommeratelier des Bildhauers in Paldiski. Es zeigt persönliche Möbel, Familienfotos und Dokumente des Künstlers und ergänzt die Landschaftserfahrung um einen biografischen Zugang. Für den Sommer sind dort verschiedene Kunstworkshops vorgesehen; Interessierte können außerdem eine Führung bestellen.

Das Paldiski Local History Museum ist im historischen Peetri Customs House untergebracht. Zu seiner Dauerausstellung gehört „Historical Weapons from Around the World“, die rund 150 Objekte zeigt. Das Gebäude und die Ausstellung setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Hier geht es sowohl um den Ort selbst als auch um eine Sammlung, die über Paldiski hinausweist.

Eine Stadt mit langer und wechselvoller Geschichte

Die Geschichte von Paldiski reicht mindestens bis ins Mittelalter zurück. Das Gebiet war jahrhundertelang von den estnischen Küstenschweden bewohnt. Im frühen 18. Jahrhundert beschloss Peter der Große, in Paldiski einen Marinestützpunkt einzurichten. Zugleich war die Stadt von 1962 bis 1994 vollständig für die Öffentlichkeit geschlossen. Diese Zeitspanne gehört zu den prägenden historischen Fakten des Ortes und erklärt, warum sich in Paldiski verschiedene historische Ebenen begegnen.

Ein weiteres sichtbares Zeugnis ist die heutige steinerne orthodoxe St.-Georgs-Kirche. Der klassizistische Sakralbau besitzt barocke Elemente; sonntags finden dort Gottesdienste statt. Für eine kulinarische Ergänzung steht die Taverne Peetri Toll, die russisch beeinflusste Speisen in einem historischen estnischen und baltisch-deutschen Interieur serviert.

Paldiski als Ausgangspunkt

Paldiski ist mit dem Zug etwa eine Stunde von Tallinn entfernt. Wer ein Hotel in Paldiski sucht, findet damit vor allem eine Destination, in der Naturerlebnis, maritime Landschaft und Kulturgeschichte eng nebeneinanderstehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Paldiski Linn.

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