Paldiski Linn: Klippen, Leuchtturm und Geschichte

Paldiski Linn verbindet Ostseeküste, Kalksteinklippen und eine vielschichtige Hafengeschichte. An der Nordwestspitze der Pakri-Halbinsel steht der Pakri-Leuchtturm auf einer Kalksteinklippe mit Blick auf das Meer und nahegelegene Inseln. Das Landschaftsschutzgebiet Pakri liegt im Gebiet der Stadt Paldiski und umfasst den größten Teil der Kalksteinklippe der Pakri-Halbinsel. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, wählen Sie Paldiski Linn damit vor allem nach dem gewünschten Zusammenspiel aus Natur, maritimer Geschichte und kulturellen Stationen.

Klippenlandschaft und Pakri-Leuchtturm

Der steinerne Pakri-Leuchtturm wurde 1889 in 80 Metern Entfernung von seinem Vorgänger fertiggestellt. Der Leuchtturmkomplex steht als Kulturdenkmal unter staatlichem Schutz. Die Küstenlandschaft lässt sich auf dem Paldiski-Wanderweg in einer zusammenhängenden Route erleben: Der Weg führt von Paldiski zur Stufe des Nordestnischen Glints und zum Pakri neem, kehrt durch den Pakri-Windpark nach Paldiski zurück und verbindet dabei Stadt, Klippenbereich und Halbinsel. Der erste Abschnitt ist mit blau-weißen Markierungen des Küstenwanderwegs gekennzeichnet; der Rückweg verläuft über öffentliche Straßen.

Ein Ort mit mehreren historischen Schichten

Die Geschichte von Paldiski reicht mindestens bis ins Mittelalter zurück. Das Gebiet trug ursprünglich die schwedischen Namen Rågervik und Rogerwiek und wurde jahrhundertelang von den Küstenschweden Estlands bewohnt. 1718 begann in Paldiski der Bau eines großen Hafens und einer Seefestung. Später war die Stadt von 1962 bis 1994 vollständig abgeriegelt. Die Ruinen der Seefestung Peters des Großen in Paldiski tragen den volkstümlichen Namen Muula mäed; erhalten sind die westlichen und nördlichen Bastionen. Diese Entwicklung wird in den Museen auf unterschiedliche Weise greifbar. Das Paldiski Local History Museum zeigt fast 200 vergrößerte Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie Bücher, Karten und Dokumente zur Stadtgeschichte. Die Dauerausstellung „Historical Weapons from Around the World“ umfasst rund 150 Objekte. Im Amandus Adamson Studio Museum sehen Sie das Sommeratelier des Bildhauers und das von ihm selbst entworfene und errichtete Haus, ein Beispiel für die Holzspitzenarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Persönliche Möbel, Familienfotografien und Dokumente des Künstlers gehören ebenfalls zur Ausstellung. Im Sommer finden dort Kunstworkshops statt; außerdem können Sie Führungen bestellen.

Paldiski zu Fuß, per Audioguide oder E-Bike

Für eine eigenständige Orientierung bietet der Audioguide für Paldiski und die Pakri-Halbinsel eine kurze Fußroute und eine Autoroute auf Estnisch, Englisch und Russisch. Die geführte Bustour „Paldiski, the secret town“ umfasst eine Wanderung von den Muula-Hügeln zum Pakri-Leuchtturm. Auch das E-Bike-Estonia-Erlebnis lässt sich als reguläre Tour, private Gruppentour oder eigenständig per GPS nutzbare Route wählen. Die E-Bike-Estonia-Tour verbindet Fahrten auf einem elektrischen Fatbike oder Mountainbike mit Waldwegen, schönen Landschaftsansichten und kulturhistorischen Stationen rund um Paldiski und die Pakri-Halbinsel. In der orthodoxen St.-Georgs-Kirche, deren heutiger Steinbau klassizistisch ist und barocke Elemente aufweist, finden sonntags Gottesdienste statt. Die Kirche gehört zu den ältesten kontinuierlich bestehenden orthodoxen Gemeinden Estlands.

Die Taverne Peetri Toll serviert russisch beeinflusste Küche in einem historischen estnischen und baltisch-deutschen Interieur, darunter Borschtsch, Teigtaschen, Blini sowie Kohl- und Zwiebelpasteten.

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