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Ertholmene: Inselnatur und Festungsgeschichte

Unterkünfte in Ertholmene

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ertholmene verbindet windgepeitschte Felsküste mit schattigen Wäldern, Gärten und einer vielfältigen Vogelwelt. Auf den bewohnten Inseln liegen unterschiedliche Landschaftsbilder nah beieinander; zugleich prägen Türme und Festungsgeschichte den Ort. Für die Reiseentscheidung lohnt sich deshalb der Blick auf beides: die Natur und die maritime Vergangenheit.

File:Bornholm - Christiansø og Frederiksø - vue.jpg File:Bornholm - Christiansø og Frederiksø - vue.jpg Foto: Hubertus via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Fähranreise und Reisezeit

Christiansø ist ausschließlich mit der Christiansø-Fähre erreichbar. Sie fährt vom Hafen Gudhjem ab, und die Überfahrt dauert etwa eine Stunde. In der Hauptsaison fährt die Fähre Ertholm täglich bis zu dreimal; im Winter verkehrt das Postboot Peter an Werktagen zweimal täglich. Da sich saisonale Frequenzen ändern können, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen für Ihre Reisedaten. Wer ein Hotel auf Ertholmene sucht, sollte die Fährzeiten in die Reiseplanung einbeziehen.

Felsküste, Wälder und Gärten

Innerhalb weniger hundert Meter wechseln auf Ertholmene windgepeitschte Felsküste, schattige Wälder und Gärten einander ab. Dieser Kontrast prägt den Charakter der Inselgruppe: offene Küste und geschützte, grüne Bereiche liegen dicht beieinander. Christiansø wurde 2020 vom Danish Outdoor Council als offizielles Naturschutzgebiet ausgewiesen. Außerdem nahm Dänemarks Naturkanon Ertholmene 2018 als einen von 15 Orten im Königreich auf. Der Naturkanon ist die offizielle Liste der schönsten Orte Dänemarks. Ertholmene ist auch ein Schutzgebiet für die Nordische Honigbiene.

Vogelwelt und geschützte Natur

Zur Brutzeit nisten auf den bewohnten Inseln Tausende Eiderenten, sogar an belebten Straßen. Im Frühjahr und Herbst besuchen zahlreiche Zugvögel Ertholmene, darunter Kraniche und Wintergoldhähnchen. Insgesamt wurden hier 302 verschiedene Vogelarten beobachtet; diese Zahl kann mit weiteren Beobachtungen wachsen. Die Wasserstellen bieten Lebensraum für viele Amphibien, darunter Kröten, Molche, die seltene Wechselkröte und den Sumpffrosch.

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Græsholm beherbergt eine der größten Seevogelkolonien Dänemarks und ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Von Frederiksø aus lassen sich die Vögel mit dem Fernglas beobachten. Für 2013 waren auf Ertholmene bis zu 400 rastende Kegelrobben angegeben; die Inselgruppe zählt zu den größten Rastplätzen dieser Art. So stehen saisonale Vogelbeobachtungen und ein zeitlich eingeordneter Blick auf die Robben neben dem dauerhaft prägenden Wechsel aus Küste, Wald und Garten.

Spuren der Seefestung

Der Naturhafen zwischen Christiansø und Frederiksø war der Grund, weshalb König Christian V. Ertholmene 1684 als Standort seiner Seefestung auswählte. Store Tårn auf Christiansø und Lille Tårn auf Frederiksø wurden ursprünglich als zentrale Verteidigungsanlagen errichtet; heute beherbergen beide Museen. In Store Tårn ist ein Leuchtturm aus dem Jahr 1800 integriert. Der Turm wurde von 2014 bis 2018 vollständig renoviert. Das Museum in Lille Tårn widmet sich mit seinen Ausstellungen der lokalen Militär- und Kulturgeschichte.

Auch Palivaren an der Juuls Bastion auf Christiansø verbindet die Inselgeschichte mit einer sommerlichen Kunstausstellung: Während der Sommersaison stellen Künstler dort ihre Werke aus und verkaufen sie. Wer sich besonders für die Festungsgeschichte interessiert, findet in den beiden Türmen und dem Naturhafen einen klaren historischen Schwerpunkt. Wer lieber die Natur in den Mittelpunkt stellt, kann Vogelzug, Brutzeit und die Beobachtung der Kolonie von Frederiksø aus als Orientierung für die Reise wählen.

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