Kunst an der Ostsee

Kunst an der Ostsee
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Kunst:Offen in Vorpommern

Unter diesem Motto, welches zunächst gedanklich sortiert werden muss, präsentieren sich auch 2012 wieder Künstler aus den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen. Die beiden Kreise umfassen gleich drei herausragende Urlaubsregionen an der Ostseeküste: Die Inseln Rügen und Usedom sowie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die bereits zum 18. Mal stattfindende Kunstveranstaltung wird auch 2012 in bewährter Weise durch den Tourismusverband Vorpommern organisiert, welcher die touristischen Anbieter unter dem Namen „Deutschlands Sonnendeck“ auf dem vorpommerschen Festland vereint. Seit nunmehr 1995 ist also Kunst:Offen als fester Bestandteil des kulturellen Angebots in Vorpommern etabliert. Traditionelle Ausrichtungszeit für Kunst:Offen ist das Pfingstwochenende. So werden sich vom 26. -
28. Mai 2012 insgesamt 220 Künstler aus den genannten Landkreisen an der Kunstveranstaltung beteiligen. Um einen möglichst breiten Teilnehmerkreis zu erreichen, wurde schon immer darauf gesetzt, sowohl professionelle Künstler als auch Laienkünstler einzubeziehen, die zu Pfingsten dann in ihren Galerien und Ateliers ihre Werke präsentieren. Der Ort der zentralen Sammelausstellung, bei der traditionell die Eröffnungsveranstaltung am Freitag vor Pfingsten (25.05.2012) stattfindet, wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

Ausstellung im Nationalparkzentrum Königsstuhl

Vom 13. Januar bis 15. März zeigt das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL auf der Ostsee-Insel Rügen eine Werksausstellung der Künstlerin Renate Schürmeyer. Die mecklenburgische Künstlerin rückt das Thema „Glück“ in den Mittelpunkt der ausgestellten Arbeiten. Dazu bedient sie sich verschiedener Medien, wie Video, Fotografie, Objektkunst und Installation. In drei Werkgruppen nimmt sich die Künstlerin des Themas an und verwendet unterschiedliche Darstellungsformen, die den Betrachter zum Teil aktiv einbeziehen. So fordert sie mit den Glückskästen dazu auf, sich selbst sein kleines Glück zu schaffen. Zunächst ist es verborgen, es liegt bei jedem, es ans Licht zu holen: es sind die fünf Buchstaben G, L, Ü, C, K, die mit Bedeutung zu füllen jedem überlassen bleibt. Es geht ihr dabei um die im Alltag eher unauffälligen Empfindungen und den Absturz in ihr Gegenteil: das kleine, das vermeintliche, das verklärte und das gescheiterte Glück. Schürmeyer bedient sich dazu der Medien Fotografie, Video, Installation und Objektkunst.
Im Zentrum der Ausstellung steht als spektakuläres Thema die Installation „Ostseefluchten“. Von 186 Menschen ist bekannt, dass sie durch die Flucht über die Ostsee ihr persönliches Glück suchen wollten. Sie wagten für diese selbstverständliche Suche nach dem Glück das tödliche Risiko - und scheiterten. Von Menschen verfolgt verloren sie ihr Leben. Sie wurden erschossen, erfroren oder ertranken. Sie wurden Opfer, ihre Hoffnungen vom Glück gingen mit ihnen unter. Die Wut und den Zorn über die Verweigerung dieser Hoffnung hat die Künstlerin zur Grundlage einer eindrucksvollen Arbeit genutzt. Mit bearbeiteten Fotos und einer Videoinstallation holt sie die Vergessenen wieder an die Oberfläche der Erinnerung.
 

Foto: © Tourismusverband Vorpommern (o.), Renate Schürmeyer (u.)

Datum: 10.01.2012

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