Macher des Berliner ‚Festival of Lights’ inszeniert Bäderarchitektur auf Usedom

Lichtinstallation an der Villa Irmgard auf Usedom (Foto: Ulrich Faust/UTG)
Lichtinstallation an der Villa Irmgard auf Usedom (Foto: Ulrich Faust/UTG)

Die Insel Usedom besticht viele Ostsee-Urlauber mit ihrer Bäderarchitektur. Die Macher des Berliner „Festivals of lights“ lassen die Bäderarchitektur auf Usedom jetzt in besonderem Licht erstrahlen.

(UTG) Usedom wird auch liebevoll als die „Badewanne der Berliner“ bezeichnet. Für Berlinerinnen und Berliner ist die Sonneninsel Usedom eines der beliebtesten Reiseziele – heute wie damals: Schon im 19. Jahrhundert strömten Adel und Aristokratie auf die Insel. Es war für die Berliner Oberschicht der Kaiserzeit schon ein Muss, eine Villa auf Usedom zu besitzen. Und die Villen der Berliner sind noch heute in ihrer vollen Pracht auf Usedom zu bewundern – lückenlose Bäderarchitektur, die es so sonst nirgends gibt. Nicht umsonst wird Usedom auch als „Vorort Berlins“ bezeichnet.

Da ist es nur folgerichtig, wenn jetzt imposanten Villen und einzigartige Bauwerke ins rechte Licht gerückt werden – von einem Berliner Lichtdesigner. Unter dem Motto „Kaiserbäder sollen leuchten“ wurden Scheinwerfer und Leuchten zunächst an drei Gebäuden installiert. Der bekannte Lichtgestalter Andreas Boehlke aus Berlin hat den Turm der OstseeTherme Usedom, die Villa Irmgard und das ehemalige Warmbad in Bansin gekonnt in Szene gesetzt. „Die Kaiserbäder auf Usedom haben eine so tolle Architektur, das inspiriert mich.“ So strahlt der Turm der OstseeTherme Usedom jetzt blau wie das Meer in den Nachthimmel. Über 200 Leuchten wurden hier kunstvoll angebracht.

Auch die Villa „Irmgard“ hat der 41-Jährige Lichtgestalter wirkungsvoll inszeniert. 21 Scheinwerfer unterstreichen lichttechnisch Säulenstruktur und Giebel der Bäderarchitektur-Villa, die auf der internationalen Denkmalliste steht. Und auch das dritte Gebäude, das ehemalige Warmbad in Bansin steht jetzt Nacht für Nacht im Rampenlicht. Acht Scheinwerfer und vier Wandleuchten lassen das Bauwerk hell erstrahlen. „Hier geht es nicht nur um das Gebäude“, betont Andreas Boehlke, „sondern auch um die Vegetation.“ Und es wirkt. Urlauber und Insulaner bleiben vor dem Warmbad stehen und bewundern es auch im Dunklen. Für Lichtdesigner Boehlke ist das aber erst der Anfang: „Wir möchten, dass sich jetzt auch Privatleute entscheiden, mehr Licht in die Kaiserbäder zu bringen.“

Übrigens: Im Rahmen der Woche der Bäderarchitektur vom 15. bis zum 20. September 2008 wird der Berliner Lichtkünstler Andreas Boehlke wie schon im vergangenen Jahr ein ganz besonderes Objekt mit ausgefallenen Lichteffekten in Szene setzen – Gäste und Einheimische dürfen gespannt sein.

Text: Usedom Tourismus GmbH, Foto: Ulrich Faust

Datum: 23.05.2008

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