25. Herbstmarkt im Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum Molfsee

Der Herbstmarkt bietet u.a. Accessoires aus Filz (Foto: Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum)
Der Herbstmarkt bietet u.a. Accessoires aus Filz (Foto: Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum)

Das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum Molfsee nahe Kiel ist vielen Ostsee-Urlaubern als Ausflugsziel ein Begriff. Jetzt findet zum 25. Mal der beliebte Herbstmarkt statt.

Von Flensburg bis zum Ammersee, von Freiburg bis zum Erzgebirge lockt der Herbstmarkt Aussteller mit ihren außergewöhnlichen Arbeiten und Angeboten nach Molfsee. In diesem Jahr werden es rund 150 Stände sein, die sich im Museum präsentieren und damit wird es der größte und abwechslungsreichste Markt in der 25jährigen Geschichte sein. 190 Aussteller (40 gehen nach fünf Tagen, andere kommen) präsentieren neun Tage lang in den Bauernhäusern des Museums sowie im Freigelände Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk. Das Angebot ist umfangreich und bietet aus allen Bereichen traditionelle oder neuartige Arbeiten wie z.B. Glastaucher, hölzerne Schreibgeräte, Zinnfiguren, Patchworkarbeiten, Porzellanpuppen, Teddys, Baumstamm-Schatullen, Keramik in vielen Variationen, Tiffany-Arbeiten, Kartonagen, Bilder, Mineralien, Felle, Filz und Wolle, für den Garten individuell gestaltete Steine, Eisenskulpturen, Kleidung, Hüte, Taschen und Tücher, Schmuck in vielen Variationen aus Glas, Edelmetall und auch aus Papier.

Schon fest im Programm verankert, aber doch erst seit vier Jahren in dieser Form veranstaltet, ist der Spezialitätenmarkt. Angeboten werden Leckereien wie z. B. außergewöhnliche Käseprodukte, handgemachte Bonbons, Honig aus aller Welt, Bärlauch- und Sanddornprodukte, exklusive Konfitüren, Wein aus ökologischem Anbau, Senf, Essig- und Ölspezialitäten. Angemeldet hat sich ebenfalls ein Händler mit besonderen Gewürzen und Chutneys vom Münchner Viktualienmarkt!
Unterhaltung und Abwechslung, insbesondere für Kinder, bieten neben den Handwerkern des Museums und einigen Ausstellern mit ihren Mitmachaktionen ein Zauberer, ein Animateur mit Spielen sowie die Schleiferei des Eiszeitmuseums.

In einem Wettbewerb wird der schönste Stand des Herbstmarktes ermittelt. Aussteller wie Wählende werden mit attraktiven Preisen belohnt. Der Wettbewerb motiviert die Aussteller, sich besondere Mühe mit der Standgestaltung zu geben, denn die drei besten erhalten Geldgeschenke, die ausgelosten Besucher können Bücher, Jahreskarten und Einladungen zum Meiereibesuch gewinnen.

An den Sonntagen ist die Gruppe „Mit voller Spielmannswucht" wieder im Museum unterwegs. Mit ihren Moritaten und fröhlich-frechen Sprüchen ist die Gruppe immer wieder ein Spaß für Jung und Alt.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird an vielen Plätzen gesorgt: Museumsbäckerei und Räucherkate sind in Betrieb, in der Meierei gibt es leckere Käseprodukte und Kaffee, das „Marktbüfett" in der Winkelscheune bietet deftigen Eintopf und im Haus aus Großharrie bewirtschaften die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Museums die „Kaffeestuv", in der es u.a. frische Waffeln und Kuchen gibt.

Der Besuch des Herbstmarktes lohnt sich auch zweimal - denn am Mittwochabend findet teilweise ein Ausstellerwechsel statt.

Als vor 25 Jahren Handwerker des Museums zusammen mit einigen anderen kunsthandwerklich Tätigen an einem Wochenende im Oktober den ersten Herbstmarkt abhielten, konnte keiner ahnen, welche rasante Entwicklung diese Veranstaltung nehmen würde. Am ersten Herbstmarktwochenende 1983 zählte man 2187 Besucher. Das war für die Initiatoren ein ungeahnt positives Ergebnis. Auch im folgenden Jahr fand die Veranstaltung nur an einem Wochenende statt. Aber die nun schon annähernd verdreifachte Anzahl der Besucher führte dazu, den Herbstmarkt auf neun Tage auszudehnen. Im Verlauf der Jahre entwickelte sich der Markt zur erfolgreichsten Veranstaltung des Freilichtmuseums. Trotz vieler spannender Parallelveranstaltungen erzielte das Museum mit 41.000 Besuchern im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord. Das spricht für die nach wie vor große Beliebtheit der Veranstaltung, die mittlerweile eine der größten dieser Art in Norddeutschland ist.

Text und Foto: Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum

Datum: 09.10.2007

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