europäisches folklore festival in Neustadt/Holstein

Farbenfrohe Folklore in Neustadt (Foto: Kuratorium europäisches folklore festival)
Farbenfrohe Folklore in Neustadt (Foto: Kuratorium europäisches folklore festival)

Neustadt in Holstein feiert vom 28.07. bis 04.08.2007 die 26. Auflage seines europäischen folklore festivals. Dreizehn Folklore-Gruppen mit fast 400 Menschen aus elf europäischen Ländern bringen Ihre bunten Trachten, ihre stimmungsvolle Musik und ihre temperamentvollen Tänze, ihre Fröhlichkeit und ihre Freude an der Begegnung mit anderen Menschen in die kleine Europastadt an der Ostsee.

Seit 1951 wird zum 26. Mal „Trachtenwoche“ gefeiert, wie die Neustädter das europäische folklore festival liebevoll nennen. Die Teilnehmer werden privat bei Neustädter Familien untergebracht, essen, trinken, feiern und lachen mit ihnen, es werden Erfahrungen ausgetauscht, es wird miteinander gesungen und getanzt. Die ganze Stadt „lebt“ Europa, sie ist bunt, offen und lebendig, sie zeigt ihre Freude über die vielen ausländischen Menschen; zu vielen der Gruppen werden seit vielen Jahren, oft seit Generationen, Freundschaften gepflegt.

Schon seit 1969 darf sich die kleine, feine Hafenstadt Neustadt in Holstein an der Ostsee „Europastadt“ nennen. Damit dankte der Europarat den Menschen und der Verwaltung der Stadt für ihr Engagement für die europäische Verständigung in einer Zeit, in der dies noch nicht selbstverständlich oder alltäglich war.

Zum diesjährigen Festival werden Gruppen aus Ungarn, der Ukraine, aus Russland und Polen, von der italienischen Insel Sizilien, aus Irland und Griechenland, von der finnischen Insel Åland, aus Belgien und aus Georgien erwartet, die verstärkt werden durch drei deutsche Gruppen von der Mosel, aus dem Allgäu und dem Neustädter Volkstanzkreis, der 1951 nach der ersten Trachtenwoche gegründet wurde und ohne den eine solche Veranstaltung gar nicht mehr denkbar ist.

So ist die „Chefin“ des Neustädter Volkstanzkreises, Dorothee Kaschner, auch zuständig für den Europäischen Markt, der von Festival zu Festival interessanter und umfangreicher wird. Dort können die teilnehmenden Gruppen Erzeugnisse aus ihren Heimatländern präsentieren und verkaufen.

europäisches folklore festival in Neustadt (Foto: Kuratorium)Das Programm „steht“, und es ist auch diesmal wieder Spitze. Die absoluten Highlights folgen nach den alltäglichen, aber nicht weniger schönen und interessanten Programmpunkten. Schon am Vormittag ist ab Montag, dem 30. Juli 2007, reges Leben auf dem Markt, denn ab 10 Uhr proben die Tanzgruppen öffentlich. Ab Donnerstag, den 2. August 2007, wird ab 10 Uhr für den immer wieder beliebten Fackeltanz, der bei der Abschlussveranstaltung getanzt wird, geprobt. Traditionsgemäß werden einige Gruppen nachmittags ihre Tänze auch in sozialen Einrichtungen zeigen und damit kranken oder behinderten Menschen das Flair der Trachtenwoche in die Heime oder Krankenhäuser bringen.

Fast alle Veranstaltungen sind für Zuschauer kostenfrei, auch auf den Tribünen-Sitzplätzen auf dem Markt. Lediglich für das Kirchenkonzert (6 Euro) und für die große Abschlussveranstaltung (nummerierter Sitzplatz 16 Euro, Stehplatz 8 Euro) wird Eintritt kassiert. 

Programm

Am Sonnabend, dem 28. Juli um 20 Uhr, stellen sich die Gruppen kurz auf dem Marktplatz vor, danach wird die Kultband „Timmerhorst“ nicht nur unter ihren Fans sondern auch bei den Menschen, die sie möglicherweise zum ersten Mal hören und erleben, Bombenstimmung verbreiten, und um 23 Uhr gibt es ein großes Brillant-Feuerwerk.

Sonntag, 29. Juli um 10 Uhr: Man trifft sich zu einem ökumenischen open-air-Gottesdienst auf dem Marktplatz, an dem nicht nur die drei Kirchen der Stadt Neustadt sondern auch die „Neustädter Liedertafel“, die Kinder- und Jugendchöre unter der Leitung des Kantors Brunion und verschiedene Folkloregruppen mit Gesangsdarbietungen beteiligen. Und natürlich wird auch „platt geschnackt“.

Von 16 bis 17 Uhr ist ein großer bunter Umzug mit allen teilnehmenden Gruppen, zahlreichen zusätzlichen Tagesgruppen aus Norddeutschland und flotter Musik vorgesehen, an den sich von 17.30 bis 20.30 Uhr die große Eröffnungsveranstaltung auf der Tribüne auf dem Marktplatz anschließt. Anwesend ist als Vertreterin des Schirmherrn, des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, die Kulturbeauftragte der Landesregierung, Frau Caroline Schwarz. Ab 21 Uhr gibt es fetzige Musik und Western & Country Line Dance.

Am Montag, dem 30. Juli, ist nachmittags von 15.30 – 17 Uhr Folklore auf dem Markt angesagt, und ab
19 Uhr wird der Volkstümliche Sommerabend mit Straßenfest in der Innenstadt mit allen Gruppen, mit vielen Besuchern und Gästen und den Neustädtern gefeiert. Anschließend kann man noch bis Mitternacht nach Disco-Musik von Stefan Nanz das Tanzbein schwingen, wenn man nach den vielen vorherigen Mitmachtänzen noch genügend Puste hat.

Am Dienstag, dem 31. Juli, gibt es wiederum nachmittags Folklore auf dem Markt. Für abends ab 21 Uhr bietet das Kuratorium einen ganz besonderen Leckerbissen: Melodien aus der Belle Epoche und aus den alten Wiener Cafehäusern mit Wagners Salon-Quartett. Gasteltern und teilnehmende Gruppen treffen sich an diesem Abend zu dem traditionellen Gastelternabend.

Mittwoch, 1. Juli, trifft man sich nicht nur zur nachmittäglichen Folklore auf dem Markt. Um 19 Uhr beginnt der „Abend der Jugend“ unter dem Motto „Folklore trifft Rock“ mit verschiedenen Jugendbands aus Neustadt und der näheren Umgebung.

Am Donnerstag, dem 2. August, gibt es nach den Darbietungen am Nachmittag ab 19.30 Uhr ein Chor- und Instrumentalkonzert auf dem Markt.

Am Freitag, dem 3. August, bietet das Kuratorium nach den Tänzen am Nachmittag um 19.30 Uhr ein Kirchenkonzert in der ehrwürdigen Stadtkirche an. Die Plätze sind nicht nummeriert, rechtzeitiges Erscheinen bietet sich an.

Und am Sonnabend, dem 4. August, neigt sich die fröhliche erlebnis- und begegnungsreiche Woche schon wieder ihrem Ende zu.
Ab 19 Uhr beginnt die große Abschlussveranstaltung mit allen Gruppen auf dem Marktplatz. Alle Teilnehmenden zeigen noch einmal, was sie an temperamentvollen Tänzen, an landestypischer Musik und an bunten oder historischen Trachten aus ihrer Heimat mitgebracht haben. Sie tanzen zum Schluss alle gemeinsam den traditionellen Fackeltanz und Teilnehmer und Besucher singen gemeinsam Dona nobis pacem und bitten damit um Frieden. Die Glocken der Stadtkirche läuten, es gibt viele feuchte Augen, nur die „ganz Coolen“ sind nicht ergriffen und wenn dann die Fahnen der teilnehmenden Länder eingezogen werden und die Abschlussveranstaltung zu Ende ist, dann gehen die Gasteltern mit „ihren“ Trachtengästen zur Abschiedsparty in die Jacob-Lienau-Realschule. Und wenn irgendwann spät in der Nacht oder früh am Morgen nach heißen Tänzen und vielen Umarmungen tränenreicher Abschied von „seinen oder ihren Ungarn, Ukrainern, Polen, Georgiern, Belgiern, Iren, Sizilianern,. Griechen, Finnen, Wiggensbachern, Willingern oder von den jungen russischen Gästen genommen wurde, ja, dann freut man sich in der Europastadt Neustadt in Holstein auf das Jahr 2010 – denn dann heißt es: In diesem Jahr feiern wir unsere 27. Trachtenwoche.

Text und Fotos: Kuratorium europäisches folklore festival

Datum: 15.07.2007

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Willkommen zurück – Rügen ist bereit
Wie die anderen Tourismusregionen an der Ostsee heißen auch die Rüganer wieder ihre Gäste willkommen. Sie haben hier aufgelistet, worauf sie sich in der Zeit nach Corona am meisten freuen.
Historisch-Technisches Museums Peenemünde mit zwei Sonderausstellungen
Das größte Industriedenkmal des Landes MV, das Historisch-Technische Museum Peenemünde im ehemaligen Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt, ist seit 11. Mai wieder geöffnet. Das Team hat die Schließzeit effektiv genutzt.
„Es geht wieder los“
Unter diesem Motto lädt der Ostsee-Holstein-Tourismus wieder Gäste an die holsteinische Ostseeküste. Natürlich gelten wie überall auch bestimmte Regeln und Verordnungen. Ab dem 18.05.2020 wird die Öffnung der Gastronomie unter Auflagen zugelassen. Das Beherbergungsverbot wird unter Auflagen aufgehoben, die Wohnmobilstellplätze können geöffnet werden.

Wellness-Anbieter und Wellness-Hotels an der Ostsee (Foto: pixelio.de)

Ostsee-Hotels (Foto: Simone Peter/pixelio.de)