Thaimassage bis Thermalbad

Meerwasser als Heilmittel (Foto: Karin Eckert) Meerwasser als Heilmittel (Foto: Karin Eckert)

Thaimassage
Traditionelle Chinesische Medizin, Ayurveda und Yoga sind die Ursprünge, auf die die traditionelle Thaimassage zurückgeht. Der auf dem Rücken liegende bekleidete Patient wird mit Akupressur-, Dehn-, Klopf- und Strecktechniken behandelt, wobei der ganzheitliche Aspekt des Energieflusses im Mittelpunkt steht. Eingesetzt werden dabei Daumen, Handballen, Ellenbogen, Beine, Knie und Füße. Kräuterkompressen können die Behandlung ergänzen. Die Behandlung, die bis zu zweieinhalb Stunden dauern kann, hinterlässt ein Gefühl von Entspannung und Wohlbefinden. Wissenschaftliche Wirksamkeitsbeurteilungen sind nicht bekannt.

Thalassotherapie
Die Thalassotherapie ist durch ihren Namen (griech. thalassa = Meer) zwingend an die Meeresküste gebunden. Sie ist ganz einfach eine „Heilbehandlung durch das Meer“, die schon im alten Griechenland angewendet und im Frankreich des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Seit den 1960er Jahren ist Frankreich das weltweite Zentrum für Thalassotherapie.

Um die ursprünglich reine Meerwasserbehandlung haben sich seitdem ergänzende Behandlungen gruppiert wie Algen- und Fangopackungen, Schlammbäder oder auch Klimatherapie. Stressabbau, Stärkung von Immun- und Herz-Kreislaufsystem, Bekämpfung rheumatischer, Haut- und Darmkrankheiten sind einige der vielen nachgewiesenen Wirkungen der Thalassotherapie, deren Behandlungszentrum nicht weiter als 500 Meter vom Strand entfernt liegen sollte. Jodunverträglichkeit, offene Wunden, Asthma und Bluthochdruck sprechen gegen eine Thalassotherapie.

Thermalbad
Sprichwörtlich sind die Thermen aus römischer Zeit, die den Alltag der Bürger prägten. Heute darf Wasser aus mehreren tausend Metern Tiefe und mehr als 20 °C als Thermalwasser bezeichnet werden. Das Thermalbad, also das Ganzkörperbad im warmen Wasser, wirkt allein durch die Wärme entspannend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Verstärkt werden die gesundheitsfördernden Effekte durch die unterschiedliche mineralische Zusammensetzung des Wassers.

Es werden folgende Mineralquellen nach ihren Hauptbestandteilen und ihrer Wirkung gegen einzelne Beschwerden unterschieden: Natrium-, Kalium- und Magnesiumchlorid (chronische Krankheiten, Rheuma); Eisen (Blutarmut, Erschöpfung); Kalzium- und Magnesium-Hydrogenkarbonat (Katarrhe, Allergien); Kalziumsulfat (Harnwegserkrankungen); Jod (Arteriosklerose, Bluthochdruck); radioaktive (Rheuma) und Schwefelquellen (Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Foto: Karin Eckert

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