Deutsches Meeresmuseum: MEERESMUSEUM, OZEANEUM und NATUREUM
Zwei Meeresschildkröten schwimmen im Aquarium des MEERESMUSEUMs Stralsund.
Das Deutsche Meeresmuseum verbindet in Stralsund und am Darßer Ort Ausstellungen, Aquarien und Naturerlebnisse. Für die Besuchsplanung lassen sich das modernisierte MEERESMUSEUM, das OZEANEUM und das NATUREUM vergleichen; aktuelle Kontaktangaben stehen weiter unten.
MEERESMUSEUM Stralsund: Reise in tropische Unterwasserwelten
Das MEERESMUSEUM ist der älteste Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Es befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen in Stralsund.
Ausstellungen: vom Ursprung zur Vielfalt im Meer
Zahlreiche Exponate und moderne Stationen zeigen die Entwicklung des Lebens aus dem Meer und seine Vielfalt. Die Ausstellungen beleuchten außerdem die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Meer und stellen Wege zu einer nachhaltigen Fischerei vor. Luftige Vitrinenbänder ziehen sich wie sanfte Wellen über zwei Etagen.
Im Obergeschoss führen detailgetreu nachempfundene Lebensräume mit präparierten und modellierten Tieren von der Antarktis bis zur Arktis. Eine gut 15 Meter lange Biodiversitätswand macht die oft unterschätzte Artenvielfalt wirbelloser Meerestiere wie Kraken, Quallen und Krebse sichtbar. Bekannte Ausstellungsstücke sind weiterhin die Lederschildkröte „Marlene“, der fünf Meter hohe originale Korallenriffpfeiler aus dem Roten Meer und das Finnwalskelett im Chor. Der Globus aus dem früheren Eingangsbereich vermittelt heute digital meereskundliche Themen.
Aquarien mit tropischen Lebensräumen
Der Aquarienrundgang führt durch tropische Unterwasserwelten. 30 neue und ein renoviertes Becken sind Lebensräumen der Karibik, des Pazifiks und des Indischen Ozeans nachempfunden. Das mit 800.000 Litern Wasser größte Becken des MEERESMUSEUMs zeigt ein „Karibisches Riff“. Seine acht Meter hohe geneigte Scheibe lässt sich von drei Galerieebenen betrachten. Dadurch erleben Besucher das Riff von der Wasseroberfläche bis zum Grund.
Zu sehen sind unter anderem jahrzehntealte Meeresschildkröten, Blaupunktrochen und weitere tropische Fische. Korallen züchtet das Museum selbst oder übernimmt sie aus anderen Aquarien.

OZEANEUM Stralsund: nördliche Meere und Wale in Originalgröße
Das OZEANEUM auf der Stralsunder Hafeninsel verbindet moderne Architektur mit großen Aquarien und Ausstellungen. Seit seiner Eröffnung im Juli 2008 besuchten nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums mehr als neun Millionen Menschen den Standort.
Ausstellungen und Aquarien
In der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ schweben Wale in Originalgröße über den Besuchern, darunter ein 26 Meter langer Blauwal, ein Schwertwal und ein abtauchender Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar. Walgesänge begleiten die Inszenierung. Die Ostsee-Ausstellung vermittelt mit einer großen Planktonwolke, einem begehbaren Ostsee-Relief und anschaulich gestalteten Lebensräumen, wie sich die Ostsee von der Küste bis in die Tiefe verändert.
Die Aquarien führen von der Ostsee über die Nordsee bis in den Nordatlantik. Fischschwärme, Haie, Rochen und Kaltwasserkorallen geben Einblicke in die Vielfalt der nördlichen Meere. Das größte Aquarium fasst 2,6 Millionen Liter Wasser und zeigt ein detailgetreues Schiffswrack. Auf der Dachterrasse lassen sich Humboldt-Pinguine über und unter Wasser beobachten; zugleich öffnet sich der Blick auf die historische Altstadt von Stralsund.
Familienfreundlich, barrierefrei und architektonisch besonders
Das OZEANEUM wurde unter anderem als „Europas Museum des Jahres“ ausgezeichnet. Es trägt außerdem das Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ und ist nach „Reisen für Alle“ zertifiziert. Das von Behnisch Architekten entworfene Gebäudeensemble erinnert mit seinen weißen Stahlfassaden an vom Wind aufgeblähte Segel. Im Foyer verbindet eine 34 Meter lange Rolltreppe – ungefähr so lang wie ein Blauwal – die Ausstellungsebenen.

NATUREUM am Darßer Ort: Küstennatur und Leuchtturm
Das NATUREUM liegt in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Ausstellungen und Aquarien widmen sich der Natur dieser Küstenregion: Meerestieren aus der Ostsee, Bewohnern des Darßwaldes und den Besonderheiten des Naturraums Darßer Ort. Bereits der autofreie Weg zum Museum führt durch die Landschaft des Nationalparks. Nach dem Rundgang lohnt sich der Ausblick vom Leuchtturm über die Küste und den Darßer Weststrand.

Kontakt und Besuchsinformationen
MEERESMUSEUM
Besuchereingang gegenüber Mönchstraße 45
Barrierefreier Eingang: Bielkenhagen 10
18439 Stralsund
Telefon: +49 3831 2650-610
E-Mail: info@meeresmuseum.de
Aktuelle Hinweise zum Besuch bietet das Deutsche Meeresmuseum auf der offiziellen Seite des MEERESMUSEUMs.
OZEANEUM
Hafenstraße 11
18439 Stralsund
Telefon: +49 3831 2650-610
E-Mail: info@meeresmuseum.de
Öffnungszeiten, Eintritt und Anreise stehen auf der offiziellen Besuchsseite des OZEANEUMs.
NATUREUM
Direkt am Leuchtturm Darßer Ort
Darßer Ort 1–3
18375 Born am Darß
E-Mail: info@meeresmuseum.de
Hinweise zum autofreien Zugang und zum Museumsbesuch veröffentlicht das Museum auf der offiziellen Besuchsseite des NATUREUMs.
Fotos: Anke Neumeister / Deutsches Meeresmuseum.
Foto: Anke Neumeister / Deutsches Meeresmuseum

