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Wismar: Altstadt, Backsteinkirchen und Hafen

Wismars Altstadt lässt sich vom Marktplatz westlich zu den Backsteinkirchen und nördlich über SCHABBELL und die Grube bis zum Alten Hafen erkunden. Rathaus, Wasserkunst und „Alter Schwede“ stehen direkt am Markt; die historische Altstadt gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe.

Markt mit Haus Alter Schwede Markt mit Haus Alter Schwede Foto: © Wikimedia / kasselatze CC BY-SA 3.0

Kurzfakten zu Wismars Sehenswürdigkeiten

  • Der Marktplatz ist rund 10.000 Quadratmeter groß.
  • Die Wasserkunst diente bis 1897 der Trinkwasserversorgung.
  • Das Bürgerhaus „Alter Schwede“ wurde um 1380 errichtet; den Namen erhielt es im 19. Jahrhundert.
  • Die Altstadt von Wismar gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe.
  • Vom Markt sind Kirchenviertel, SCHABBELL, Grube und Alter Hafen zu Fuß erreichbar.

Am Marktplatz: Rathaus, Wasserkunst und Bürgerhäuser

Beginnen Sie am Marktplatz, dem Mittelpunkt des historischen Stadtkerns. Rund 10.000 Quadratmeter Platzfläche werden von Bürgerhäusern verschiedener Epochen gerahmt. An der Nordseite steht das klassizistische Rathaus, das 1817 bis 1819 errichtet wurde. In der Platzmitte zieht die Wasserkunst den Blick auf sich: Das pavillonartige Bauwerk wurde zwischen 1579 und 1602 nach Plänen des Utrechter Baumeisters Philipp Brandin errichtet. Bis 1897 versorgte es die Stadt mit Trinkwasser.

An der Ostseite des Marktes steht das Haus „Alter Schwede“. Die spätgotische Backsteinfassade stammt aus der Zeit um 1380. Seinen volkstümlichen Namen erhielt das Gebäude erst im 19. Jahrhundert, als dort eine Gastwirtschaft unter diesem Namen einzog. Zusammen erzählen die drei Bauten von städtischer Verwaltung, öffentlicher Versorgung und dem Wohlstand der Kaufleute. Für einen ersten Eindruck können sie direkt nacheinander besichtigt werden, ohne den Platz zu verlassen.

Kirchenviertel und Backsteingotik

Vom Markt gehen Sie westlich und südwestlich zu St. Marien und St. Georgen; St. Nikolai liegt weiter nördlich auf dem Weg zum Hafen. Die drei Backsteinkirchen veranschaulichen die norddeutsche Backsteingotik und unterschiedliche Besuchsmöglichkeiten. Von St. Marien ist der Turm erhalten; St. Georgen wurde 2010 wiedereröffnet und bietet einen kostenfreien Kirchenzugang sowie einen Aufzug zur Aussicht in 35 Metern Höhe. St. Nikolai war die Kirche der Seefahrer und Fischer, St. Georgen stand in Verbindung mit Handwerk und Gewerbe.

Das Kirchenviertel lässt sich als eigener Abschnitt zwischen Markt und Hafen einplanen. Auf dem Weg begegnen Ihnen historische Giebel, Kirchplätze und schmale Straßen, die den mittelalterlichen Grundriss erkennbar machen. Für Architekturinteressierte bieten sich die zugänglichen Kirchenräume und der Aussichtspunkt in St. Georgen an; für einen kompakten Stadtrundgang genügt eine Route entlang der Hauptkirchen mit anschließendem Weg zum Hafen.

SCHABBELL und das städtische Leben

Das Stadtgeschichtliche Museum SCHABBELL befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Kaufmanns und Bürgermeisters Heinrich Schabbell. Das im 16. Jahrhundert errichtete Haus ist selbst ein wichtiges Beispiel der Wismarer Architektur. Im Museum ergänzt die Geschichte von Handel, Stadtgesellschaft und Schwedenzeit den Eindruck, den Plätze und Kirchen von außen vermitteln. Planen Sie den Museumsbesuch als eigenen Halt ein und verbinden Sie ihn je nach Route mit dem Kirchenviertel oder dem Alten Hafen.

Auch die Krämerstraße lohnt einen Blick: Sie gehörte seit der Stadtgründung zu den bedeutenden Geschäftsstraßen Wismars. An der Ecke zur Lübschen Straße eröffnete Rudolph Karstadt 1881 sein erstes Geschäft. Das Stammhaus ergänzt den Rundgang um die jüngere Handelsgeschichte und liegt gut auf einer Schleife zwischen Markt und Altstadtgassen.

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Durch die Altstadt zum Alten Hafen

Von der Innenstadt führt der Weg über die Grube in Richtung Alter Hafen. Der Wasserlauf bietet einen anderen Blick auf die Stadt als die großen Plätze und Kirchen. Am Hafen markiert das Wassertor den früheren Zugang durch die Stadtmauer; es ist das einzige erhaltene Stadttor Wismars. Speicher und Lagerhäuser erinnern an den Warenumschlag, der den Wohlstand der Hansestadt mitprägte. Am Hafenbecken lässt sich der Rundgang mit Blick auf die Schiffe und das Wasser ausklingen.

Für einen halben Tag bietet sich die Folge Marktplatz, Kirchenviertel, SCHABBELL, Grube und Alter Hafen an. Kürzer bleibt die Runde, wenn Sie sich auf Markt und Kirchen konzentrieren; zusätzliche Innenbesichtigungen verlängern sie. So lässt sich der Besuch nach dem eigenen Interesse ordnen, statt alle Ziele in einem knappen Zeitfenster abzulaufen.

Wismar mit der Umgebung verbinden

Als Ergänzung zum Stadtrundgang verbinden der Bürgerpark und die Poeler Kogge weitere Stadtbesuche mit einem Ausflug ins Grüne und maritimer Geschichte. Für einen zusätzlichen Strandtag eignet sich die vorgelagerte Insel Poel, deren Orte Strände und kleinere Häfen verbinden. Die Ausflüge in Mecklenburg ergänzen den Stadtrundgang um weitere Ziele im Küstenhinterland. Wer die Stadt mit einem Aufenthalt an der Wismarer Bucht verbinden möchte, kann eine Unterkunft in Zierow als Küstenbasis in die Reise einbeziehen.

Für die breitere Orientierung in Stadt und Region führt der Überblick zur Hansestadt Wismar vom historischen Zentrum bis zum Hafen. Damit wählen Sie zwischen Altstadtroute, Parkbesuch und Ausflug an die Küste.

Häufige Fragen zu Wismars Sehenswürdigkeiten

Was liegt direkt am Marktplatz?

Rathaus, Wasserkunst und das Haus „Alter Schwede“ prägen den Platz. Von dort erreichen Sie das Kirchenviertel, SCHABBELL und den Alten Hafen zu Fuß.

Wie viel Zeit sollte ich für Wismars Altstadt einplanen?

Für Markt, Kirchenviertel, Gassen und Hafen ist ein halber Tag ein guter Planungsrahmen. Ein Museumsbesuch und Besichtigungen von Innenräumen kommen zusätzlich hinzu.

Welche Route verbindet Altstadt und Hafen?

Gehen Sie vom Markt durch das Kirchenviertel und entlang der Grube zum Alten Hafen. Auf dem Rückweg können Sie SCHABBELL oder die Krämerstraße ergänzen.