Freilichtmuseum Molfsee

Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, Kiel, hat sich seit ihrer endgültigen Zugehörigkeit zu Deutschland 1864 zu einer Metropole der Ostseeküste entwickelt. Kiel ist ein beliebter Anziehungspunkt für Urlauber an der Ostseeküste zwischen Flensburg und Lübeck. Die gesamte Region Schleswig-Holstein hat auch eine große kulturgeschichtliche Bedeutung, nicht zuletzt wegen der vielen Kontakte zwischen Deutschen und Dänen in diesem Bereich. Einer solchen reichhaltigen Tradition fühlten sich die Einwohner verpflichtet. Sie gründeten 1958 einen Verein, um vor allem die wertvolle ländliche Bausubstanz in Schleswig-Holstein zu bewahren oder sogar zu retten. Der Verein Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum begann 1960 seine Tätigkeit am südwestlichen Rand der Stadt Kiel, auf einem 60 Hektar großen, landschaftlich reizvollen Stück Land, mit viel Wasserflächen durchsetzt. 1965 wurde das heute größte Freilichtmuseum Norddeutschlands in Molfsee eröffnet.

Freilichtmuseum als Magnet

Mehr als 70 historische Gebäude aus den verschiedenen Landschaften Schleswig-Holsteins, ganze Hofanlagen mit original erhaltenem Mobiliar, mit Ausstattungsgegenständen aus dem bäuerlichen Hausrat, dazu Arbeitsgeräte und Hilfsmittel für Tierzucht und Feldbau sind auf dem weitläufigen Gelände mit Wiesen, Gärten, Feldern und Teichen zu sehen und zu erleben. Eine authentische Ergänzung der Anlage bilden solche Tiere, wie sie früher auf den Höfen gehalten wurden. Die Gesamtkonzeption des Freilichtmuseums mit ihren Gebäuden und Anlagen hält sich eng an die historischen Vorbilder und vermittelt auf diese Weise einen möglichst lebendigen Eindruck vom Wohnen und Wirtschaften vergangener Jahrhunderte. Um das authentische historische Erlebnis vollständig zu machen, demonstrieren Handwerker aus früherer Zeit, wie Korbmacher, Schmied, Drechsler, Töpfer, Weberinnen, Holzbildhauer ihre Tätigkeiten und verkaufen teilweise sogar ihre Produkte.
In mehreren Gebäuden werden außer der zugehörigen Ausstattung verschiedene Einzelsammlungen gezeigt: landwirtschaftliche Geräte, Spielzeug, Meiereimaschinen. Es gibt eine Darstellung zur Geschichte des Mühlenwesens sowie eine Dokumentation und Ausrüstung zum Walfang, Dokumentationen zum Armenwesen und zum Leben auf einer Hallig. Eine Apotheke mit einer Ausstellung und einem Kräutergarten gewährt Einblicke in die Geschichte der Pharmazie.
Eine Museumsbahn bringt die Besucher bequem durch das weitläufige Gelände. Auf dem historischen Jahrmarkt laden zwei Karussells, Schiffschaukel und ein großer Spielplatz zum Vergnügen ein. Für das leibliche Wohl sorgen Produkte aus der Meierei, dem Backhaus, der Räucherkate sowie der Fischräucherei, Imbissmöglichkeiten bieten Meierei und Kiosk. Am Eingang lädt das Museums-Restaurant Drathenhof ein.
Das Museum hat sich inzwischen von einer reinen Präsentation zu einem Standort entwickelt, an dem auch wissenschaftliche Forschung betrieben wird. Auch die Mitgliedschaft im rührigen Förderverein bringt nicht nur Vorteile für seine Mitglieder, sondern unterstützt auch die wertvolle Tätigkeit des Museums, nicht zuletzt zum Nutzen der zahlreichen Urlauber an der Ostseeküste, die ganz in Familie einen erholsamen und anspruchsvollen Ostsee-Urlaub mit einem Besuch in Norddeutschlands größten Freilichtmuseum verbinden können (Hotel Kiel).

Hamburger Landstraße 97
24113 Molfsee
Telefon (04 31) 659 66-0


 

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