Peterhof Puschkin Lomonossow

Der Park von Peterhof Der Park von Peterhof

Die mit Abstand größte Ostseemetropole Sankt Petersburg ist von mehreren Vororten umgeben, die eigenständige touristische Ziele darstellen. Auf dieser Seite stellen wir drei der bekanntesten Orte vor.

Peterhof

Unter diesem Namen wurde die Stadt im Westen von Sankt Petersburg an der Südküste des Finnischen Meerbusens bereits 1723 als Sommerresidenz des Zaren erbaut. Damit ist sie eine der bekanntesten ihrer Art. Zwischen 1944 und 1997 war der offizielle Name Petrodworez, als russische Übersetzung von Peterhof. Die Stadt war während des Zweiten Weltkriegs Frontgebiet und wurde durch die deutschen Truppen stark zerstört und geplündert. 1998 wurde die Stadt mit mehr als 70.000 Einwohnern nach Sankt Petersburg eingemeindet. Die prachtvollen Anlagen der Schlösser, Parks und der historischen Altstadt von Peterhof wurden bereits 1990 Teil des UNESCO-Welterbes. Peterhof gehört zu den am meisten besuchten touristischen Zielen in ganz Russland und damit auch an der Ostseeküste.

Puschkin

Diese Stadt im Süden von Sankt Petersburg ist besser bekannt unter dem früheren Namen Zarskoje Selo (Zarendorf). Auf dem Gelände eines früheren schwedischen Adelssitzes entstand seit Beginn des 18. Jahrhunderts eine der schönsten Residenz-Ensembles weltweit. Die einzigartige Symbiose von Schlössern und Parks ist seit 1990 Teil des UNESCO-Welterbes. Hier, zwischen Sankt Petersburg und Zarskoje Selo, fuhr schon 1838 die erste russische Eisenbahn. Im zweiten Weltkrieg war Zarskoje Selo von deutschen Truppen besetzt und wurde durch sie nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau nach dem Krieg zog sich über viele Jahre hin. Im Katharinenpalast von Zarskoje Selo stand das legendäre Bernsteinzimmer, ein Geschenk des preußischen Königs an den Zaren. Es ist seit dem Krieg verschollen. An einer Kopie wurde seit 1976 gearbeitet, sie konnte 2003 fertiggestellt werden.

Lomonossow

Die Stadt Lomonossow bekam ihren heutigen Namen erst 1948. Gegründet wurde die Stadt im Westen von Sankt Petersburg unter dem Namen Oranienbaum zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Oranienbaum war ebenfalls eine Sommerresidenz des Zaren. An ihrer Erbauung und Entwicklung waren zahlreiche deutsche Siedler und Adelshäuser beteiligt. Letzte Eigentümer bis 1917 waren die Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Die zahlreichen prachtvollen Paläste und Parks beherbergen eine Vielzahl von Kunstsammlungen. Im Krieg blieb die Stadt in sowjetischer Hand, wodruch die Bauten unzerstört erhalten werden konnten. Wie Peterhof und Puschkin wurde auch die Stadt Lomonossow 1990 Teil des UNESCO-Welterbes.

Die südlichen und westlichen Vororte von Sankt Petersburg unter den heutigen bzw. früheren Namen Peterhof, Puschkin (Zarskoje Selo) und Lomonossow (Oranienbaum) bilden zusammen mit der Millionenstadt Sankt Petersburg ein weltweit einzigartiges Ensemble von Prachtbauten, Gärten und Parks aus der Zeit russischer Zaren. Sie sind heute eines der begehrtesten und meistbesuchten Urlaubsziele an der gesamten Ostseeküste.

Foto: © Cekora / pixelio.de

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