Kronstadt Sestrorezk Selenogorsk

Marine-Dom von Kronstadt mit Ewiger Flamme Marine-Dom von Kronstadt mit Ewiger Flamme

Die Ostseemetropole Sankt Petersburg ist von mehreren Vororten umgeben, die eigenständige touristische Ziele darstellen. Auf dieser Seite stellen wir die Insel Kotlin mit der bekannten Festung Kronstadt sowie zwei nördliche Vororte vor.

Insel Kotlin mit Kronstadt

Die Insel Kotlin liegt inmitten des Finnischen Meerbusens etwa 30 Kilometer westlich von Sankt Petersburg. Sie beherbergt die Festungsstadt Kronstadt, die Zar Peter I. gleichzeitig mit der Stadt Sankt Petersburg 1703 errichten ließ. Aus diesem Grunde richten sich die Festungsanlagen ausschließlich nach Westen, Süden und Norden. Die Altstadt von Kronstadt mit ihren vielen kleinen Forts ist seit 1990 Teil des UNESCO-Welterbes. 2011 wurde der sogenannte Petersburger Damm fertiggestellt, eine Anlage, die unter Nutzung der Insel Kotlin den gesamten östlichen Teil des Finnischen Meerbusens von der Ostsee abtrennt, Mehrere Wasserdurchlass- und Schifffahrtsschleusen sind Bestandteil des Projektes. In Richtung Norden reicht der Damm bis zur Stadt Sestrorezk. Der Damm ist Teil einer Ringautobahn um Sankt Petersburg.

Sestrorezk

Die Stadt mit etwa 37.000 Einwohnern liegt nordwestlich von Sankt Petersburg, direkt am Finnischen Meerbusen, an der Mündung des Flusses Sestra in die Ostsee. Sie geht auf eine schwedische Gründung im 17. Jahrhundert zurück. Die heutige Stadt wurde 1714 von Peter I. gegründet. In der Folgezeit entstanden dort nicht nur eine Sommerresidenz des Zaren, sondern seit den 1920er Jahren auch zahlreiche Sanatorien und Datschensiedlungen. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Landschaftspark Dubki. Sestrorezk liegt an der Bahnstrecke von Sankt Petersburg nach Wyborg-Helsinki und ist nördlicher Endpunkt des Petersburger Damms.

Selenogorsk

Selenogorsk (dt. etwa Grüne Stadt) liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Sankt Petersburg, direkt nördlich der Insel Kotlin am Finnischen Meerbusen. Die Gründung der Stadt Selenogorsk (finn. Terijoki) geht auf ein finnisches Fischerdorf aus der Zeit der Zugehörigkeit Finnlands zu Schweden zurück. Dieses Gebiet war lange zwischen Schweden/Finnland und Russland umkämpft. Seit 1944 gehört Selenogorsk endgültig zu Russland.

Der nördliche Teil des Großraums Sankt Petersburg mit der Insel Kotlin, den Städten Sestrorezk und Selenogorsk sowie dem Petersburger Damm bildet den Übergang von der felsigen Küste Skandinaviens zur Flachlandküste des Baltikum und stellt ein interessantes Urlaubsgebiet an der östlichen Ostsee dar.

Foto: © Ajvol / wikimedia.de

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