Tourismusverband Schleswig-Holstein fordert verlängerten Sommerferien-Zeitraum
Tourismusverband Schleswig-Holstein fordert verlängerten Sommerferien-Zeitraum

Tourismusverband Schleswig-Holstein fordert verlängerten Sommerferien-Zeitraum

(Ostsee-Tourismus)

Seit einigen Jahren wurde der Gesamtzeitraum der Sommerferien aller deutschen Bundesländer gestaucht. Zwischen 2011 und 2017 wird er durchschnittlich nur 82,5 Tage betragen, im Gegensatz dazu waren früher 90 Tage angesetzt. Der Tourismusverband Schleswig-Holstein setzt sich jetzt vehement für eine Entzerrung des Zeitraumes ein, da im Besonderen Familien mit schulpflichtigen Kindern Preiserhöhungen sowie der Hotellerie und Gastronomie in der übrigen Zeit Leerstände und Umsatzeinbußen drohen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

(sh-na) Dass die Zeit der Sommerferien maßgeblich entzerrt wird und zukünftig wieder einen 90-Tagezeitraum ausschöpfen soll, dafür setzt sich der Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH) ein. Eine Kampagne unter Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit ist geplant, um die vor wenigen Wochen getroffene Entscheidung der Kultusministerkonferenz zu revidieren. Die Kultusminister haben für die Jahre 2011 bis 2017 eine durchschnittliche Gesamtferiendauer von 82,5 Tagen entschieden, für das Jahr 2014 sogar nur 73 Ferientage vorgesehen.

Kiel, den 7. August 2008. Die von den Kultusministern getroffene Regelung ist untragbar für die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein: „Im Interesse unserer Gäste mit schulpflichtigen Kindern setzen wir uns für verlängerte Ferienzeiten ein. Bei einer Verkürzung käme es zwangsläufig zu einem geringeren Angebot und damit einhergehend höheren Preisen, da sich die Nachfrage auf einen verdichteten Zeitraum konzentriert. Insbesondere Familien mit schulpflichtigen Kindern wären somit benachteiligt. Hinzu kommt, dass die Anreise für Urlauber mit Kindern stressiger wird, da vermehrt Staus und Verkehrsengpässe zu befürchten sind“, so Volker Popp, Vorsitzender des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein. Eine Verkürzung der Sommerferien hätte laut Popp auch Einbußen in der Tourismuswirtschaft zur Folge, der so jährlich mehrere Millionen Übernachtungen verloren gingen. Weitere touristische Akteure aus dem Land Schleswig-Holstein wie die IHKs und den DEHOGA unterstützen seine Forderung.

Der vehemente Wunsch der Tourismusbranche kommt nicht von ungefähr: Durchschnittlich werden täglich etwa 1 Million Übernachtungen in gewerblichen Unterkünften in Deutschland getätigt. Allein in den Ferienmonaten Juli und August waren es 42,7 Millionen bzw. 44,7 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr. Im Juni und September waren es 35,8 Millionen bzw. 37,7 Millionen Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen, davon vielen Familien mit schulpflichtigen Kindern. Im Vergleich dazu werden in den restlichen Monaten des Jahres durchschnittlich „nur“ 20 bis 30 Millionen Übernachtungen gezählt.

Volker Popp: „Wenn wir schon mit der Sommerferienregelung 2011 bis 2017 absolut nicht zufrieden sein können, so empfinden wir besonders die beabsichtigte Regelung für das Jahr 2014 mit nur 73 Ferientagen als Katastrophe für den Tourismus in unserem Land.“ Die Konzentration auf nur wenig mehr als 70 Tage wird sich zweifelsohne dramatisch auf die Auslastung in der touristischen Destination Schleswig-Holstein auswirken. Die Nachfrage wird das Angebot touristischer Leistungen bei Weitem übersteigen, während in den Randzeiten Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe in Schleswig-Holstein deutliche Leerstände und Umsatzrückgänge zu beklagen haben werden.

Das für den schleswig-holsteinischen Tourismus außerordentlich unbefriedigende Ergebnis muss nach Ansicht des TVSH revidiert werden. Falls die Entscheidung nicht rückgängig gemacht wird, hat der TVSH eine Kampagne „Für 90 Tage Sommerferien unter Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit angekündigt“, deren Ansatz vom Deutschen Tourismusverband (DTV) unterstützt wird.

Text: Tourismusverband Schleswig-Holstein e.V.

Was halten Sie von der früheren und der geplanten Regelung? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Datum: 07.08.2008


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