Grannäs: Seen, Wald und Storuman-Gravel

Grannäs verbindet eine von Fichtenwald geprägte Landschaft mit Seen, Wandererlebnissen und einer bemerkenswerten samischen Geschichte.

Seenlandschaft und Wege rund um Grannäs

Das Gebiet Gippmokksjöarna umfasst drei Seen: Inre Gippmokksjön, Yttre Gippmokksjön und Västra Gippmokksjön. An der Badestelle der Gippmokksjöarna können kleinere Boote zu Wasser gelassen werden. Bei der Badestelle in Grannäs gibt es außerdem einen Steg, einen Windschutz, Sitzbänke sowie eine Feuerstelle mit Brennholz. Diese unterschiedlichen Ausstattungen machen die Seenlandschaft für Reisende interessant, die den Aufenthalt am Wasser mit einer eigenen Aktivität oder einer ruhigen Pause verbinden möchten.

In der Umgebung von Grannäs führt eine kurze, abschnittsweise steile Wanderung auf den Gippmokkhobben. Bei guter Sicht bietet sich dort ein Panoramablick auf Berggipfel, Wälder und Seen. Der nahe gelegene Ausgangspunkt des Wegs liegt an der kurvenreichen Schotterstraße zwischen Ullisjaure und Harrvik. Ein Schild gibt dort 1 km bis zum Gipfel an. Wer den Weg einplanen möchte, sollte daher zwischen dem markierten Ausgangspunkt und dem eigentlichen Anstieg unterscheiden.

Gravel-Strecke und winterliche Zugänge

Für Radreisende ist Grannäs ein markanter Punkt auf der Storuman-Gravel-Strecke: Der Ort ist der Halbzeitpunkt des zweiten Tages. Auf dem Storuman Gravel XL gibt es bei Grannäs zudem einen etwa 1 km langen kürzeren Abschnitt auf einem Offroad-Weg statt auf einer regulären Straße. Damit gehört der Ort zu einer Route, bei der nicht nur die Landschaft, sondern auch die Streckenführung eine Rolle bei der Reiseplanung spielt.

Im Winter sind die westliche und die äußere Gippmokksjön über Eiswanderungen und Skifahrten erreichbar. Als Ausgangspunkt für die westliche Gippmokksjön wird Buföringsviken genannt, für die äußere Gippmokksjön die Badestelle. Wer Grannäs in der kalten Jahreszeit besucht, kann diese Angaben bei der Auswahl der eigenen Unternehmung berücksichtigen, ohne die beiden Ausgangspunkte miteinander zu verwechseln.

Samische Geschichte und lokale Spuren

Das Gebiet um die Seen Grannäs und Ullisjaur gilt als bedeutendes samisches Siedlungsgebiet. Überliefert wird, dass viele Sámi in Vapsten ihre Wurzeln im Gebiet von Grannäs und Ullisjaur haben. Diese historische Perspektive ergänzt die Naturerlebnisse um eine kulturelle Dimension. Auf dem Grundstück 1:17 in Grannäs steht außerdem ein Backhaus mit einem Fachwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und geschnitzten Details an der Vorlaube.

Eine besondere Orientierung auf der Gravel-Strecke ist die Jippmokks kapell in Grannäs bei Kilometer 345. Dabei handelt es sich um eine ausschließlich für Notfälle vorgesehene Schutzhütte. Für die Reiseplanung ist diese Einschränkung wichtig: Der Ort sollte nicht als reguläres Ziel mit frei vorauszusetzender Nutzung verstanden werden.

Wasser, Fischgewässer und Reiseplanung

In den Gippmokksjöarna kommen Forelle, Saibling, Barsch und Felchen vor. Die Fischgewässer umfassen gemeinschaftlich genutzte Gewässer des Grannäs skiftelslag sowie gepachtete Bereiche. Wer sich für die Seen und ihre Nutzung interessiert, sollte diese unterschiedlichen Zuständigkeiten bei der eigenen Planung berücksichtigen. In der näheren Umgebung von Grannäs gibt es außerdem Wiesen- und Ackerflächen, die den von Wald und Wasser geprägten Charakter des Reiseziels ergänzen.

Grannäs lässt sich damit aus verschiedenen Blickwinkeln entdecken: als Abschnitt einer Gravel-Reise, im Zusammenhang mit der nahe gelegenen Wanderung auf den Gippmokkhobben, als Ziel für die Seenlandschaft der Gippmokksjöarna und als Ort mit samischen und lokalen Kulturspuren. Zur weiteren Orientierung können Sie auch Åskilje, Gunnarn, Tärnaby, Hemavan, Storuman und Slussfors berücksichtigen.

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