Christiansfeld: Stadtgeschichte, Wege und Ortsbild

Christiansfeld zwischen Stadtgeschichte und Wegen

Christiansfeld wurde 1773 als geplante Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine gegründet. Die Stadt gilt als das am besten erhaltene Beispiel einer nordeuropäischen Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine, die um einen zentralen Kirchenplatz errichtet wurde. Die planvolle Anlage um diesen Platz gibt der Erkundung eine klare räumliche Struktur.

Entlang gerader, dicht bepflanzter Straßen prägen einheitliche gelbe Backsteinhäuser mit großen roten Ziegeldächern das Stadtbild. Im Zentrum von Christiansfeld steht die Kirche Salshuset. Sie ist Dänemarks größter Kirchenraum ohne tragende Säulen.

Geschichte im Stadtraum

Im Søstrehuset wird die Geschichte von Christiansfeld und der Brüdergemeine vermittelt. Das Haus liegt 250 Meter vom Busbahnhof Christiansfeld entfernt. Am Westgiebel gibt es einen Zugang über eine Rampe und einen Aufzug, über den das gesamte Gebäude erreichbar ist.

Der Eintritt zu den Ausstellungen im Søstrehuset beinhaltet die digital geführte Tour „Genforeningen i 1920“. Mit der Vizgu-App führt sie zu markanten Orten in Christiansfeld und vermittelt die Geschichte der Wiedervereinigung. Ergänzend können Sie an einer historischen Stadtführung durch die Straßen von Christiansfeld teilnehmen.

Der Comeniushaven ist ein 2015 angelegter öffentlicher Demonstrationsgarten in Christiansfeld. Er dient der Erholung und informiert über die ursprünglichen Gartenanlagen. Gudsageren ist der Friedhof der Brüdergemeine in Christiansfeld. Seit seiner Einweihung im Jahr 1774 wurde kein Grab entfernt. Frauen werden rechts im Osten und Männer links im Westen bestattet.

Wege in die nähere Umgebung

In der näheren Umgebung von Christiansfeld liegt Christinero, eine geschützte Anlage südwestlich der Stadt, die Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Christines Sti ist 1,4 Kilometer lang und führt durch Felder, Wiesen und Wald von Christiansfeld zum nahe gelegenen Christinero.

Christines Sti überquert zwei Bäche und führt unter der Umgehungsstraße „Omfartsvejen“ hindurch. Ein weiterer Weg verläuft durch den Wald Smedeholm von Christinero zum alten Pfarrhof von Tyrstrup.

Am alten Pfarrhof von Tyrstrup liegt die geschützte Bullade. Sie wurde 1668 errichtet und steht weiterhin an ihrem ursprünglichen Standort. Damit begegnen Ihnen auf den Wegen außerhalb der Stadt weitere konkrete Zeugnisse der regionalen Geschichte.

Wenn Sie Radfahren in Ihre Tagesplanung aufnehmen möchten, bietet die Christiansfeldruten eine klar beschriebene Strecke: Sie ist 25 Kilometer lang, kreuzt den Nationalen Radweg 8, die Østersøruten, und besteht zu 60 Prozent aus Asphalt und zu 40 Prozent aus Schotter.

Lokaler Geschmack und praktische Orientierung

Zum lokalen Charakter gehört Xocolatl, die Honigkuchenbäckerei der Brüdergemeine in Christiansfeld, die auf das Jahr 1783 zurückgeht. Xocolatl produziert täglich die originalen Honigkuchen aus Christiansfeld und stellt außerdem Schokoladenprodukte her.

Für die Anreise mit dem Auto gibt es in ganz Christiansfeld kostenlose Parkmöglichkeiten. Im UNESCO-Gebiet von Christiansfeld ist das Parken von Bussen nicht erlaubt.

Weitere Reiseziele: Lejrskov, Bjert, Almind, Bjert Strand, Lunderskov, Grønninghoved Strand, Frørup.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kolding Kommune.

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