Norrsundet: Küstenkultur zwischen Fischerdorf und Industriemuseum

Norrsundet ist eine Küsten-Industriesiedlung, die um die Wende zum 20. Jahrhundert um ein Sägewerk und eine Sulfatfabrik entstand. Der Ursprung des Ortes liegt damit in der Verbindung von Küste und Industrie. Zum heutigen Ortsbild gehören eine kleinteilige Fischersiedlung, ein Meeresbad, Felsplatten und das offene Meer. Arbeitsgeschichte, Wasserlage und Küstenlandschaft stehen hier nicht getrennt voneinander, sondern prägen verschiedene Seiten desselben Ortes.

Küsten- und Industriegeschichte vor Ort

Das Ådala bruksmuseum ist ganzjährig jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Das Norrsundets arbetarmuseum befindet sich in Ådalas alter Schule aus dem Jahr 1897. Die Ausstellungen zeigen das Leben der 1910er-, 1920er- und 1950er-Jahre. Damit treffen in Ådala ein historischer Schulbau und mehrere zeitliche Perspektiven auf das Leben in Norrsundet aufeinander. Die Museen führen von der industriellen Entstehung des Ortes zu den Alltagswelten verschiedener Jahrzehnte.

Kastellet ist Norrsundets ältestes erhaltenes Gebäude. Ursprünglich war es ein Maschinenhaus, das um die Wende zum 20. Jahrhundert umgebaut wurde. Heute wird Kastellet als kleines Industriemuseum genutzt. Die Gebäude am Kastellet sind charakteristisch und kulturhistorisch wertvoll. Der Wechsel vom Maschinenhaus zum Museum verbindet die ursprüngliche technische Funktion des Gebäudes mit seiner heutigen Nutzung. So steht am Kastellet nicht nur ein einzelnes historisches Bauwerk, sondern auch ein Teil der Industriegeschichte Norrsundets im Mittelpunkt.

Im Herzen von Norrsundet liegt das Kulturhuset Fyren, ein Kulturhaus mit vielfältigen Aktivitäten. Es ergänzt die Museen und das Kastellet um einen Kulturort im heutigen Ortsleben. Bergmans Fisk verkauft frischen, tiefgekühlten und verarbeiteten Fisch. Das örtliche Angebot reicht damit von kulturhistorischen Gebäuden und Ausstellungen bis zu einem Geschäft, dessen Sortiment ganz auf Fisch ausgerichtet ist.

Fischersiedlung, Meeresbad und Küstenweg

Saltharsfjärden ist eine kleinteilige, malerische Fischersiedlung mit Bootshäusern und Fischerschuppen am Wasser. Die Siedlung liegt in bequemer Gehentfernung vom Zentrum Norrsundets. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Meeresbad Saltharsfjärdens havsbad. Bootshäuser, Fischerschuppen und Meeresbad gehören hier zu einem Küstenbild, in dem die Nutzung des Wassers und die Bebauung am Ufer eng zusammenstehen.

Der Spazierweg auf Skatudden verläuft an den Felsplatten von Slätvik vorbei bis zu Ausblicken auf Lillgrund und das offene Meer. Die Küste wird dort nicht von einer Siedlung mit Bootshäusern und Schuppen bestimmt, sondern vom Wechsel aus Felsplatten, Weg und weitem Meerblick. Saltharsfjärden und Skatudden zeigen dadurch zwei unterschiedliche Seiten der Norrsundeter Küste: hier das kleinteilige Uferbild, dort der offene Blick über die See.

Natur südöstlich von Norrsundet

Sechs Kilometer südöstlich von Norrsundet liegt das Naturreservat Marsjön-Bondsundet. Es umfasst Wasserlebensräume und wertvolle Feuchtgebiete sowie naturnahe Wälder mit hohem Laubholzanteil. Zum Reservat gehören damit sowohl wassergeprägte Bereiche als auch Waldflächen. Im Vergleich zur bebauten Küste von Norrsundet liegt der Schwerpunkt hier auf Feuchtgebieten, Wasserlebensräumen und naturnahen Wäldern.

Weitere Ziele in der Auswahl sind Bergby, Gävle, Hamrånge, Forsbacka, Valbo, Hedesunda und Axmar.

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