Auch oder gerade im stolzen Alter von 60 Jahren gehen dem Deutschen Meeresmuseum, mit seinen vier Standorten eines der größten und bedeutendsten seiner Art, die Ideen nicht aus. Ursprung des heutigen Museums, das nach 1990 durch die Standorte Nautineum Stralsund/Dänholm, Natureum Darßer Ort und besonders das Ozeaneum im Stralsunder Hafengelände erweitert wurde, ist das eigentliche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster in der Stralsunder Altstadt. Dort begann zum 60. Jahrestag der Gründung am 24. Juni 2011 eine Aktion, die nun ihre ersten Früchte trägt:
Online „Patenkinder“ im MEERESMUSEUM finden!
Inhalt der Aktion ist es, für eines der wissenschaftlichen Exponate des Museums einen Paten zu finden. Jeder Interessent kann sich nach Kontakt mit dem Museum ein Exponat „aussuchen“, dessen Erhaltung er mit einem einmaligen Beitrag unterstützt. Um die Wahl zu erleichtern, wurden aus den über 44.000 Exponaten 60 Kandidaten ausgesucht, die nun für eine Förderung zur Verfugung stehen. Der Förderzeitraum beträgt fünf Jahre. Jeder Spender bekommt dafür auf Wunsch einen Ehrenplatz in der Patenschaftsecke, Einladungen zu besonderen Patenschaftsaktionen und natürlich – ein Gefühl der Freude über seinen selbstlosen Beitrag zur wissenschaftlichen Arbeit des Museums. Marlene, die Lederschildkröte, hat schon einen Paten. Und der Finnwal – oder besser gesagt sein 15-Meter-Skelett – auch. Für Marlene hat der Stralsunder Dr. Peter Heiden die Ehrenpatenschaft übernommen. Er ist „familiär“ mit dem imposanten Ausstellungsexponat verbunden – war es doch sein Vater, Fischer Heiden, in dessen Netz sich das Reptil 1965 verirrte. Ehrenpate des Finnwal-Skeletts ist die Hansestadt Stralsund. Ihr ist es zu verdanken, dass der Meeressäuger 1825 vor einem ungewissen Schicksal bewahrt werden konnte. Unter www.meeresmuseum.de kann man in Ruhe im Patenschaftskatalog stöbern, um nach „seinem Patenkind“ zu suchen. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Patenschaftsidee. Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein Deutsches Meeresmuseum e. V.
Einer der Standorte des Museums, das Natureum am Darßer Ort, zeichnet sich durch eine exponierte Lage aus: Mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, an der Schnittstelle zwischen „Darßer Urwald“ und Dünenlandschaft, die sich hier ständig neu bildet. Der geschlossene Gebäudekomplex des Natureums besteht aus dem Ausstellungsbereich, dem Leuchtturm und einem Café. Startpunkt der Wanderung ist zweckmäßiger Weise das Seebad Prerow. Die etwa einstündige Tour durch den „Darßer Urwald“ bis zum NATUREUM Darßer Ort hat in der kalten Jahreszeit ihren besonderen Reiz. Spätestens auf dem begehbaren Leuchtturm zieht der raue Charme der Ostseeküste wohl jeden Besucher des NATUREUMs in seinen Bann. Nach dem Leuchtturmaufstieg und dem Besuch der naturkundlichen Ausstellungen und Ostseeaquarien folgt der gemütliche Teil im Museumscafé am Leuchtturm.
Geöffnet ist das NATUREUM bis 23. Dezember jeweils von 11:00 bis 16:00 Uhr. Am 24. und 25. Dezember ist geschlossen. Vom 26. Dezember bis 8. Januar sind Gäste täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr im NATUREUM willkommen. Ab 9. Januar gelten wieder die regulären Winteröffnungszeiten.
Text: Deutsches Meeresmuseum (DMM)/nordlicht verlag
Foto: © Johannes-Maria Schlorke
Datum: 22.12.2011
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