Ausstellungen in Kopenhagen 2012
(Ausflugstipps Ostsee)
(5) Bewertungen: 1Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist gleichzeitig eine der lebendigsten Metropolen an der Ostsee. Da betrifft nicht zuletzt die Kultur, die sich unter anderem in mehreren hochkarätigen Museen präsentiert. Das Kulturleben von Kopenhagen manifestiert sich aber auch in regelmäßigen Sonderaustellungen, die Themen und ihre Gestaltung bewegen sich im höchsten Anspruchsniveau. Auf diese Weise ist Kopenhagen zu einem der wichtigsten Ausflugsziele an der gesamten Ostseeküste geworden. Ostseeurlaub in Dänemark ohne einen Besuch in der Kulturstadt Kopenhagen ist für immer mehr Familien kein vollständiger Urlaub.
Nationalmuseum Kopenhagen: Europa trifft die Welt
Mittels einer Ausstellung unter diesem Titel unternimmt das Kopenhagener Museum eine Zeitreise durch die europäische Geschichte, besonders die Geschichte der Beziehung Europas zur nicht-europäischen Welt steht hier im Mittelpunkt. Die Sonderausstellung führt Besucher des dänischen Nationalmuseums Kopenhagen bis 3. Juni 2012 vom alten Griechenland über das Römische Reich und das Mittelalter bis in die Gegenwart. Faktisches Symbol der Ausstellung ist ein mittelalterliches Schwert mit der Aufschrift „In nomine domini“ (dt. Im Namen des Herrn) aus der Zeit der Kreuzzüge. Das Schwert steht für die kriegerische, gewaltbetonte Sicht der Europäer auf andere Kulturen und andere Regionen der Welt. Das Römische Reich steht dafür ebenso als Beispiel wie die großen Expeditionen Portugals und Spaniens nach Asien oder Südamerika oder die Unterwerfung der nordamerikanischen Indianer. Andererseits zeigt die Ausstellung im Kopenhagener Museum den regen Handel mit zuvor unbekannten Kontinenten, bis dato unbekannte Kostbarkeiten wie Gewürze, Seide und vieles andere. Sie sind gleichzeitig ein Beleg dafür, dass Europa – und Dänemark – sich ständig verändern. Heute wird dies Globalisierung genannt. Die Sonderausstellung „Europa trifft die Welt“ im Kopenhagener Nationalmuseum ist noch bis einschließlich 3. Juni 2012 zu sehen.
Internationale Sonderschauen in Louisiana
Das weltbekannte dänische Kunstmuseum Louisiana in Humlebæk nördlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen eröffnet mit drei Sonderschauen das Ausstellungsjahr 2012. Eine Fotoausstellung des 1955 geborenen deutschen Fotokünstlers Andreas Gursky wurde am 13. Januar eröffnet und zeigt noch bis zum 13. Mai die meist großformatigen Fotos. Im Mittelpunkt der 45 großen sowie 26 kleineren Werke des in Düsseldorf lebenden Gursky stehen visuelle Strukturen und die Komplexität räumlicher Systeme.
Vom 26. Januar bis ebenfalls zum 13. Mai gesellt sich in Louisiana eine Ausstellung des amerikanischen Künstlers Ellsworth Kelly hinzu. Sie präsentiert insgesamt 65 ausgewählte Zeichnungen von Pflanzen und Blumen, die der als einer der wichtigsten amerikanischen Gegenwartskünstler geltende Kelly in mehreren Jahrzehnten schuf. Kellys Kunst ist durch eine ausgeprägte Liebe zu den feinen Konturen der Natur geprägt. Die Kelly-Ausstellung im Louisiana enthält Leihgaben der Staatlichen Graphischen Sammlung in München und des Metropolitan Museums, New York.
Schließlich folgt zwischen dem 14. Februar und dem 28. Mai eine Retrospektive zum Thema „Weibliche Künstler der Avantgarde 1920–1940“. Die Sonderausstellung vereint Werke von acht Künstlerinnen. Unter ihnen sind Sophie Taeuber-Arp (1889-1943), Sonia Delaunay (1885-1979), Hannah Höch (1889-1978) sowie Dora Maar (1907-1997).
Mit diesen Kunstausstellungen profiliert sich Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen einmal mehr als ein Kulturstandort an der Ostsee, der nicht zuletzt zur herausragenden Position der Ostseeküste und ihrer Metropolen als Ort anspruchsvollen und erholsamen Urlaubs an der Ostseeküste ganz in Familie beiträgt (Hotel Kopenhagen).
nordlicht verlag / visitdenmark
Foto: © Peter Sollner (o.), Nicolai Perjesi / visitdenmark (u.)
Datum: 16.01.2012
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