Affenstark im Vogelpark Marlow

Lisztäffchen im Vogelpark Marlow (Foto: Vogelpark Marlow)
Lisztäffchen im Vogelpark Marlow (Foto: Vogelpark Marlow)

Bei Ostsee-Urlaubern steht der Vogelpark im mecklenburgischen Marlow ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Ausflugsziele. Inzwischen bevölkern neben zahlreichen Vogelarten auch zwei Gruppen von Kleinaffen den Vogelpark Marlow.

(Marlow) Jahreskarteninhaber des Vogelpark Marlow wissen es schon lange – 2008 wird das Thema Affen im Vogelpark Marlow groß geschrieben. Testweise zogen bereits in der Saison 2007 eine kleine Familie Weißbüscheläffchen in eine begehbare Voliere des Vogelpark Marlow. In der ständig stattfindenden Besucherbefragung des Vogelpark Marlow schafften die kleinen Sympathieträger mit Leichtigkeit den Platz sechs in der Skala der beliebtesten Vogelparkbewohner einzunehmen.

So ermutigt, eröffnete der Vogelpark Marlow eine seiner größten begehbaren Volieren für eine weitere Affenart – den Totenkopfäffchen. Eine muntere Schar von derzeit 28 Männchen teilt sich Hängebrücke und einen Regenunterstand mit den Gästen des Vogelparks Marlow. Erst seit April 2008 eröffnet, zeichnet sich auch hier ab, dass die Voliere für Totenkopfäffchen ein Chartstürmer in der Beliebtheitsskala der Tiergehege des Vogelpark Marlow werden wird.

So inspiriert können die Besucher des Parks einfach nicht genug bekommen. Täglich empfehlen Besucher des Vogelparks Marlow, den Mitarbeitern, dass „Affenkonzept“ weiter auszubauen. „Dabei ist es uns sehr wichtig, dass wir unserm Parkkonzept treu bleiben.“ So der Parkleiter Matthias Haase, „Nur wenn wir eine Möglichkeit sehen, dass man die „Tiere. Ganz nah. Erleben.“ kann, wird es von mir den Startschuss zur Umsetzung einer Idee geben.“

So auch für das Tropenhaus des Vogelpark Marlow. Erfolgreich mit dem Konzept als Schmetterlingshaus gestartet, kam der Vogelpark Marlow schnell in die Situation, dass diese Anlage moralisch verschlissen war. Ein hoher Wettbewerberdruck (allein in Mecklenburg Vorpommern gibt es derzeit vier Schmetterlingshäuser) und relativ hohe Kosten führten dazu, dass die Schmetterlinge aus dem Tropenhaus auszogen und Vögel Einzug hielten. Vier Jahre versuchte der Vogelpark Marlow seinen Besuchern einen Besatz mit Vögeln zu präsentieren, der zum einen schön anzuschauen ist. Aber er sollte auch die mittlerweile voll entfaltete Pflanzenpracht nicht in Mitleidenschaft ziehen. Unter der Prämisse - ganz nah erleben – war dieses nicht umzusetzen.

Im Frühjahr brachten Kollegen des Vogelparks Marlow die Idee aus einer befreundeten zoologischen Einrichtung mit, im Tropenhaus Lisztaffen einzuquartieren. Diese tagaktiven Verwandten der bereits im Park vorhandenen Weißbüscheläffchen wären doch eine sehr aktive und präsente Bereicherung des Tropenhauses. Schnell war man sich in der Parkleitung einig, dass es den Versuch wert ist, um dem Tropenhaus wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

Vor kurzem hielt eine sechsköpfige Gruppe Lisztäffchen aus dem Tierpark Berlin Einzug in das Tropenhaus.

Die Krallenaffen, welche auf Grund der Ähnlichkeiten Ihrer Frisuren den Namen des bekannten österreichischen Komponisten erhielten, werden nun im Laufe der Zeit das gesamte Tropenhaus in Beschlag nehmen. Hierbei ist der eigene Geruch der entscheidende Faktor. Schritt für Schritt wird das neue Gehege parfümiert und somit für die restlichen Gruppenmitglieder frei gegeben. Zurzeit beschränkt sich der Aktionsradius rund um die Eingewöhnungsvoliere. Doch 500 qm Regenwald laden nicht nur Krallenaffen zu Entdeckungstouren ein.

Speziell in den Sommermonaten Juli und August öffnet der Vogelpark seine Pforten eine Stunde länger als üblich. Bis 20.00 Uhr (Kassenschluss 18.00 Uhr) kann man im Vogelpark Marlow auf Entdeckungstour gehen. Eigens für die späten Besucher wird um 17.00 Uhr noch einmal eine Zusätzliche Show „Begegnung mit Tieren“ aufgelegt und um 18.00 Uhr eine kommentierte Fischotterfütterung durchgeführt.

Text und Foto: Vogelpark Marlow

Datum: 04.07.2008

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Neues Forschungsprojekt am Deutschen Meeresmuseum Stralsund
2017 war für das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr. Uns erreichten viele kreative und gut durchdachte Entwürfe zum Architektenwettbewerb für den Umbau des MEERESMUSEUMs. Aus diesen konnte das Preisgericht einstimmig den Gewinner ermitteln. Im Mai hatten unsere Wissenschaftler erstmals einen in Schweden gestrandeten Grindwal geborgen, seziert und nach Stralsund gebracht.
EDEN Award für Daugavpils
Die lettische Stadt Daugavpils (dt. Dünaburg) liegt mehr als 200 Kilometer von der Ostseeküste entfernt im Dreiländereck mit Litauen und Weißrussland und ist Lettlands zweitgrößte Stadt. 2017 wurde Daugavpils zu einem der faszinierendsten Reiseziele des European Destinations of Excellence oder EDEN Wettbewerbs gekürt. Frühere Gerüchte, dass die geplante Restaurierung der Festung von Daugavpils zu teuer ist, um sich durch die Besucher refinanzieren zu können, sind verstummt. Daugavpils hat sich in kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Tourismusdestinationen Lettlands entwickelt.
Weihnachten in den Stockholmer Schären
Die Schäreninseln entlang der schwedischen Küste sind im Sommer ein beliebtes Reiseziel für internationale Besucher. Ob im Norden vor Luleå, im größten schwedischen Schärengebiet vor Stockholm oder im Süden vor Karlskrona. Im Winter überlassen selbst viele schwedische Sommergäste die Schären sich selbst. So erleben meist nur die wenigen Dauerbewohner, die Einheimische, den Charme des Schärengartens, während Touristen die Städte erkunden.

Wellness-Anbieter und Wellness-Hotels an der Ostsee (Foto: pixelio.de)

Ostsee-Hotels (Foto: Simone Peter/pixelio.de)