Pommersches Landesmuseum Greifswald

Croy-Teppich (Foto: Sabrina Wittkopf-Schade) Croy-Teppich (Foto: Sabrina Wittkopf-Schade)

Greifswald feierte im Jahr 2000 sein 750-jähriges Jubiläum, gehört also zu den ältesten Städten im Ostseeraum. Vor allem der Städtetourismus hat in Greifswald seit 2010 einen deutlichen Aufschwung genommen, die Hotels und Ferienhäuser in und um Greifswald sind zufrieden (Hotels Greifswald). Das hat natürlich mit Greifswald als Ausflugsziel im Ostseeurlaub zu tun.
Einen großen Teil dieser städtischen Geschichte hat die 1456 gegründete Universität bestimmt, die zweitälteste im Ostseeraum nach der Rostocker Universität. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald als einer der größten Museumsneubauten in Deutschland nach 1945 hat ebenfalls enge Verbindungen zur Universität. Am Anfang des Museumsprojektes stand nämlich das Bestreben, die wertvollen Kunstschätze der Greifswalder Universität erstmals ständig und vor allem in würdiger Umgebung der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Aus dieser ursprünglichen einfachen Idee wurde schließlich eine einzigartige Museumskomposition. Das Pommersche Landesmuseum besteht aus verschiedenen rekonstruierten alten Gebäuden und einem verbindenden Neubau. Der Gebäudekomplex enthält eine Gemäldegalerie mit Originalen u.a. von Caspar David Friedrich, dem größten Sohn der Stadt Greifswald, und Vincent van Gogh, die ständige Ausstellung zur Geschichte Pommerns sowie einen Saal für aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen.

Die Ausstellung vermittelt einen thematisch-ganzheitlichen Blick auf die Geschichte der historischen Region Pommern, die heute zu zwei Staaten gehört. Der erste Teil der Dauerausstellung, von den Anfängen pommerscher Geschichte bis zur Schwedenzeit, wurde 2005 übergeben, ihm folgte 2010 der zweite Abschnitt: Von der Schwedenzeit zum Kaiserbad. Hauptattraktion der gesamten Ausstellung ist der einzigartige Croy-Teppich aus dem 16. Jahrhundert, der in Aeinem gesonderten Raum mit ausführlicher Beschreibung präsentiert wird. Ein wichtiger Bestandteil der Museumsarbeit ist die Museumspädagogik. Auch Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themen sind regelmäßig in den Räumen des Museums zu sehen. Möglichkeiten zur interaktiven „Beteiligung“ an verschiedenen Exponaten durchziehen die gesamte Ausstellung. Ein Kräuter- und ein Findlingsgarten im Umfeld des Gebäudes vermittel wertvolle Informationen zum Thema Pflanzenbau in der Vergangenheit. Der umfangreiche Museumsshop bietet nicht nur reichhaltige Literatur hauptsächlich zur Geschichte Pommerns, sondern auch andere Souvenirs und Mitbringsel aus der hansestadt Greifswald. Zusammen mit dem Museumscafe bildet das Gesamtensemble des Pommerschen Landesmuseums einen empfehlenswerten Ausflugstipp für den Urlaub an der Ostsee, eine Attraktion für die ganze Familie.

Rakower Straße 9
17489 Greifswald
Telefon (0 38 34) 83 12 10


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