Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft auf Fischland-Darß-Zingst Weststrand des Darß

Mitten in einer traditionellen Urlaubsregion, auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und den angrenzenden Gewässern bis vor die Inseln Rügen und Hiddensee wurde 1990 der etwa 800 Quadratkilometer große Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gebildet. Er umfasst außerdem einen kleinen Teil der Westküste Rügens, Teile der Inseln Hiddensee und Ummanz, einige kleinere Inseln sowie die angrenzende Ostsee bis zu einer Wassertiefe von 10 Metern. Die Ortslagen sind ausgeschlossen.
Vier Naturbereiche sind hier besonders hervorzuheben, die gleichzeitig eine touristische Nutzung als Urlaubs- und Erholungsgebiet ermöglichen.
Der Darßer Urwald ist eine nahezu unberührte Waldfläche im Westen des Darß, der an vielen Stellen übergangslos in den Darßer Weststrand übergeht. Hier nimmt sich die See Stück für Stück vom Land, urwüchsige Bäume am Strand sind das Sinnbild dafür.
Einige Kilometer nördlich, am Darßer Ort, wird dieses Land wieder neu gebildet. An kaum einer anderen Stelle der gesamten Ostseeküste ist der Prozess der Landbildung so markant zu beobachten wie hier. Diese Fläche darf nicht betreten werden.
Eine weitläufige Dünenlandschaft, die Sundische Wiese, erstreckt sich auf dem Zingst, dem östlichen Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Nach dem Rückbau eines Jahrzehnte alten Militär-Schießplatzes kann sich die Natur hier wieder ungestört entfalten.
Die ausgedehnten Flachwasserbereiche des Nationalparks zwischen dem Zingst und den Inseln Werder, Bock und Hiddensee sind Heimat für 163 Brutvogelarten, darunter 70 Arten von der Roten Liste gefährdeter Arten. Verschiedene Beobachtungstürme werden von Naturfreunden gerne angenommen. Vor allem bilden diese Flachwasserbereiche einen der größten Kranichrastplätze Europas. Im Frühjahr und im Herbst stärken sich hier bis zu 40.000 „Vögel des Glücks“ vor ihrem Weiterflug nach Nord- oder Südeuropa. Geführte Wandertouren zu den Anfluggebieten der Kraniche in den Abendstunden gehören zum touristischen Programm des Nationalparks, ja, es hat sich hier schon ein „Kranichtourismus“ herausgebildet.

Das vorliegende Büchlein von Werner K. Lahmann gibt nicht nur einen Überblick über den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, sondern enthält neben einer Übersichtskarte auch zahlreiche praktische Tipps zu Anfahrtsmöglichkeiten, Ausflugszielen, Wanderrouten mit Entfernungsangaben, Übernachtungsmöglichkeiten und gastronomischen Einrichtungen. Auf diese Art kann der Nationalpark auch Teil eines erlebnisreichen Aktivurlaubs auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst werden.

Info:
Werner K. Lahmann
Deutsche Nationalparks II
OutdoorHandbuch Band 268
Conrad Stein Verlag 2009
€ 12,90/sfr 22,90
137 Seiten, 34 farbige Abbildungen
8 farbige Kartenskizzen, 1 farbige Übersichtskarte
Format 16,5 x 11,5 cm
ISBN 978-3-86686-268-5

Informationen zum Conrad-Stein-Verlag

Foto: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Neues Forschungsprojekt am Deutschen Meeresmuseum Stralsund
2017 war für das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr. Uns erreichten viele kreative und gut durchdachte Entwürfe zum Architektenwettbewerb für den Umbau des MEERESMUSEUMs. Aus diesen konnte das Preisgericht einstimmig den Gewinner ermitteln. Im Mai hatten unsere Wissenschaftler erstmals einen in Schweden gestrandeten Grindwal geborgen, seziert und nach Stralsund gebracht.
EDEN Award für Daugavpils
Die lettische Stadt Daugavpils (dt. Dünaburg) liegt mehr als 200 Kilometer von der Ostseeküste entfernt im Dreiländereck mit Litauen und Weißrussland und ist Lettlands zweitgrößte Stadt. 2017 wurde Daugavpils zu einem der faszinierendsten Reiseziele des European Destinations of Excellence oder EDEN Wettbewerbs gekürt. Frühere Gerüchte, dass die geplante Restaurierung der Festung von Daugavpils zu teuer ist, um sich durch die Besucher refinanzieren zu können, sind verstummt. Daugavpils hat sich in kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Tourismusdestinationen Lettlands entwickelt.
Weihnachten in den Stockholmer Schären
Die Schäreninseln entlang der schwedischen Küste sind im Sommer ein beliebtes Reiseziel für internationale Besucher. Ob im Norden vor Luleå, im größten schwedischen Schärengebiet vor Stockholm oder im Süden vor Karlskrona. Im Winter überlassen selbst viele schwedische Sommergäste die Schären sich selbst. So erleben meist nur die wenigen Dauerbewohner, die Einheimische, den Charme des Schärengartens, während Touristen die Städte erkunden.

Wellness-Anbieter und Wellness-Hotels an der Ostsee (Foto: pixelio.de)

Ostsee-Hotels (Foto: Simone Peter/pixelio.de)