Wiatrak (Seezeichen) in Swinemünde (Foto: nordlicht verlag)
Wiatrak (Seezeichen) in Swinemünde (Foto: nordlicht verlag)

Świnoujście (Swinemünde)

Die seit 1945 zu Polen gehörende Stadt Swinemünde (Świnoujście) liegt größtenteils auf der Insel Usedom, beiderseits der Mündung der Swine (Świna), einem Mündungsarm der Oder, in die Ostsee. Ihr Territorium umfasst insgesamt 44 Inseln, von denen nur drei bewohnt sind.
Mit etwa 40.000 Einwohnern, von denen nur ein geringer Teil auf den Inseln Wollin (Wolin) und Kaseburg (Karsibόr) wohnt, ist sie der mit Abstand größte Ort auf der Insel Usedom.
Anfang des 19. Jahrhunderts, als preußische Neugründung, wurde Swinemünde Hafenstadt, Marinestandort und seit 1824 eines der ältesten deutschen Seebäder. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war Swinemünde mit seinem gesonderten Seebadviertel das größte deutsche Ostseebad und beliebter Sommeraufenthaltsort für Kaiser Wilhelm II. Von hier aus wurde die Entwicklung der heutigen „Kaiserbäder“ Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck initiiert.

Nach wechselvoller Geschichte, darunter ein verheerender Angriff durch amerikanische Bomber 1945 mit über 20.000 Todesopfern, ist Swinemünde vor allem seit dem polnischen EU-Beitritt dabei, einstigen Glanz als Badeort zurückzugewinnen. Die Promenade im Seebadviertel mit den zahlreichen Villen im Stil der Bäderarchitektur, aber auch Teile der Innenstadt lassen erahnen, in welchem Tempo sich die Entwicklung vollzieht. Noch bis zum Ende des Jahrzehnts wird ein völlig neues touristisches Zentrum mit Ferienwohnungen, Hotel und einer Seebrücke entstehen. Schon jetzt verfügt die Stadt Swinemünde über zahlreiche Hotels mit qualifizierten Wellness-Angeboten, die städtische Kurklinik umfasst mehrere Standorte.

Im Nordhafen plant die Stadt Swinemünde den Ausbau einer großzügigen Marina. Maritimes Flair beherrscht auch den Stadthafen und das unvergleichliche natürliche Umfeld mit dem Rückdelta der Swine, der Insel Kaseburg (Karsibόr) und den Wäldern in Richtung Stettiner Haff. Der Fährhafen auf dem Wolliner Ufer ist Ausgangspunkt von Fährverbindungen nach Schweden und Dänemark.

Sehenswert sind die alten deutschen Befestigungsanlagen beiderseits der Swinemündung, die zum Teil für Besucher erschlossen sind, sowie der mit 68 Metern höchste Leuchtturm an der Ostsee, der nach Besteigung einen unvergleichlichen Rundblick bietet.

Seemannsliederfestival, Gesamtpolnisches Studentisches Kulturfestival und Orgelabende in der Christuskirche stehen für ein anspruchsvolles und vielseitiges Kulturangebot, zu dem auch Konzerte im Rahmen des Usedomer Musikfestivals gehören.

Zwei Straßengrenzübergänge bei Ahlbeck und Garz für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t und Busse (Garz) verbinden die Stadt mit dem deutschen Teil Usedoms, in den kommenden Jahren soll ein Tunnel die beiden Fähren über die Swine ersetzen.

Sehenswürdigkeiten in Swinemünde (Świnoujście) und auf Usedom

Hotels in Swinemünde (Świnoujście) und auf Usedom

 

Foto: nordlicht verlag


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