Litauen

Kurische Nehrung, Wanderdüne Kurische Nehrung, Wanderdüne
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Historie – Zwischen Großmacht und Unterdrückung

Gleichzeitig mit den nördlich angrenzenden Gebieten wurde das heutige Litauen von baltischen Stämmen besiedelt. Die Litauer orientierten sich westwärts, beherrschten als Großfürstentum Litauen zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert das gesamte Gebiet von der Ostsee zum Schwarzen Meer. Die anschließende polnische Herrschaft wurde am Ende des 18. Jahrhunderts durch die russische abgelöst, die bis 1918 bestand. Nach der erneuten Besetzung durch die Sowjetunion (1940) ist Litauen seit 1990 wieder eine selbständige Republik. Litauen verabschiedete 1791 die erste Verfassung des modernen Europas und hat mit Vilnius die älteste Universität Osteuropas (gegr. 1579). Litauisch ist die älteste noch lebendige indoeuropäische Sprache.

Lage und Fakten

Litauen grenzt im Norden an Lettland, im Osten an Weißrussland, im Westen an Polen und die russische Exklave Kaliningrad (Königsberg). Auf etwa 65.000 Quadratkilometern wohnen knapp drei Millionen Menschen. Die Ostseeküste Litauens nimmt knapp 100 Kilometer ein und umfasst einen Teil der Kurischen Nehrung und des Kurischen Haffs. Wichtigster Ort an der litauischen Ostseeküste ist die Hafenstadt Klaipeda, das ehemalige Memel.

Spektakuläre Ostseeküste

Sie reicht von Palanga im Norden bis zur Kurischen Nehrung im Süden. Palanga ist ein bedeutender Kur- und Badeort mit entsprechender Infrastruktur. Südlich davon liegt die Hafenstadt Klaipeda (Memel). Deren Bedeutung liegt im Fährhafen sowie in der Rolle als Zufahrt zur Kurischen Nehrung. Das Delta des Flusses Memel (Neman) gilt als bedeutendes Vogelschutzgebiet.
Die Kurische Nehrung, eine schmale Halbinsel, erstreckt sich über 98 Kilometer nach Süden, der südliche Teil gehört zu Russlands Exklave Kaliningrad (Königsberg). Der Ort Neringa umfasst alle einzelnen Siedlungen auf der Nehrung.

Vielfältiges Hinterland

Verschiedene Nationalparke repräsentieren die urwüchsige Natur Litauens. Ausgedehnte Wälder, zahlreiche Binnenseen und historische Hinterlassenschaften machen Litauen auch abseits der Ostsee zu einem beliebten Reiseland. Die Hauptstadt Vilnius liegt etwa 300 Kilometer von der Ostsee entfernt, unweit davon die alte Burg Trakai als kurzzeitige Hauptstadt. Zweitgrößte Stadt ist Kaunas. Immer beliebter wird der ländliche Tourismus auf ehemaligen oder noch aktiven Bauernhöfen im Landesinneren.

Fotos: Dieter Schütz / pixelio.de

Foto: oben: bretagne_32 / pixelio.de, unten: Dieter Schütz /pixelio.de

Strand von Palanga

Palanga

Das kleine Seebad im Norden Litauens ist das bekannteste seiner Art im Land und liegt nur wenige Kilometer südlich der lettischen Grenze. Palanga ist der wohl lebendigste Küstenort Litauesns. Eine der Partnerstädte ist das lettische Liepaja. Palanga bildet den nördlichen Abschnitt der kurzen litauischen Ostseeküste.
Blick auf Klaipeda

Klaipeda

Die Stadt Klaipeda ist eine bedeutende Hafenstadt in Litauen. Sie liegt am nördlichen Ende der Kurischen Nehrung und stellt damit ein wichtiges Zentrum auch für den Tourismus an der litauischen Ostseeküste dar. Unter dem Namen Memel war Klaipeda bis 1920 die nördlichste Stadt Deutschlands.
Wanderdüne auf der Kurischen Nehrung

Neringa

Der Begriff Kurort Neringa ist eine Verwaltungseinheit als Zusammenfassung verschiedener Orte auf der Kurischen Nehrung, einer schmalen Landzunge vor der litauischen Ostseeküste, die sich bis in das russische Gebiet Kaliningrad erstreckt. Hauptort und Verwaltungssitz ist Nida (Nidden). Andere Orte sind Juodkrante, Alksnyne und Preila.

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